Display des PocketGPS S1

Letzte Änderung am 16.02.2017

Das wegen der Farbigkeit bestechend wirkende Display des PocketGPS S1 ist in OLED-Technik ausgeführt, mit den bekannten Eigenschaften wie relativ hohe Leuchtkraft der selbstleuchtenden Pixelelemente (in den Farben Rot, Grün, Blau), hoher Kontrast und Unabhängigkeit der Farbwiedergabe vom Betrachtungswinkel. Es ist zu 128*128 Pixeln organisiert, die sich über eine sichtbare, eigentlich matte Fläche von 27,2 x 27,2 mm² (Diagonale 1,5″) erstrecken, entsprechend 118 Pixel/inch („118 ppi“), und befindet sich hinter dem 28 x 28 mm² großen Sichtfenster der spiegelblanken Frontplatte der Display-Einheit.

    Mit diesen Pixel-Abmessungen sind selbst Zeichen im Format 8 x 5 Pixel entsprechend einer Schriftgröße von knapp 5 pt noch gut ablesbar. In einigen der Menues sind aber auch bequem aus der Ferne ablesbare Zeichenhöhen bis zu 7 mm (34 x18 pixel) verwendet, so für Angaben wie verbrauchte Zeit, zurückgelegte Wegstrecke.
    Die Anzeigeeigenschaften des Displays sind einstellbar – die Helligkeit in vier Stufen („Gering“ / „Mittel“ / „Hell“ / „Sehr hell“) und die Anzeigedauer in fünf Stufen („5 sec“ / „10 sec“ / „20 sec“ / „30 sec“ / „Ständig“), wobei diese Zeitintervalle mit dem Ende jedes für das Aktivieren der Anzeige geeigneten Tastendrucks gestartet werden.
 
Beispiele der Zeichenhöhen beim PocketGPS S1

    Die Stromaufnahme des Displays darf man nicht vernachlässigen: Bei einem Test im Loggerbetrieb reduzierte sich die Batterielaufzeit im Extremfall des Dauerbetriebs mit sehr hellem Display (heller Kartenhintergrund in der Betriebsart „4 Find My Point“; Einstellung „Sehr hell“) auf etwa die Hälfte gegenüber dem vergleichbaren Test mit abgeschaltetem Display. Offensichtlich nahm das Display dabei etwa ebensoviel Strom auf, wie im Mittel das Loggen allein. Hier ist deshalb die Wahl einer kurzen Anzeigedauer ratsam 1. Das oben umschriebene Nachtriggern bedeutet, dass sich die Anzeige bei Bedarf trotz kurzer gewählter Dauer mit laufend wiederholten Tastendrücken beliebig lange aufrecht erhalten lässt.

    „Geeignete Tastendrücke“ sind jene auf die OK-Taste sowie auf die +/- Wippe noch vor dem Verlöschen der Anzeige. Allerdings öffnet ein längerer Druck (mehr als 3 Sekunden) auf den OK-Taster eines der beiden kleinen Menüs für den Tastaturmodus und das Ausschalten des Loggers. Dagegen bleibt das Betätigen der +/- Wippe ohne Einfluss auf den jeweils gewählten Zustand des Loggers: Solange man sie in beliebiger Richtung gedrückt hält, leuchtet das Display ständig und nach dem Loslassen noch zusätzlich für die eingestellte Anzeige-Dauer.

    Bei allen OLED-Displays steht deren Leuchtkraft mit der Leuchtkraft der Umgebung in Konkurrenz, voll freilich in sonniger Umgebung. Demgegenüber mögen Aufhellungen durch auftreffendes Fremdlicht, die den Kontrast zusätzlich verringern, weniger ins Gewicht fallen. Bei normalem frontalem Blick auf das Display bleiben sie, vermutlich aufgrund ausgeklügelter Maßnahmen bei den Displaystrukturen, wie nachfolgend skizziert, auf bestimmte Einfallsrichtungen des Fremdlichts beschränkt – enge Bereiche parallel zu den Displaykanten und schräg zur Displayfront (zur besseren Verdeutlichung des Effekts wurde bei den Aufnahmen ein engbegrenzter Lichtkegel verwendet). Wie bei näherer Betrachtung zu sehen ist (zum Vergrößern Linksklick auf die Bilder), treten dabei vor allem wohl die Maskenstrukturen hervor, die die einzelnen OLED-Elemente umgeben.

  

    Um das Erkennen des Displays im grellen Sonnenlicht dennoch zu ermöglichen, kann man das Gerät einfach in Gegenlichtstellung drehen oder das Display mit der Hand abschatten. An der Fahrradhalterung während der Fahrt ist selbst Letzteres zwar kaum praktikabel. Aber es gibt ja genug Freizeitaktivitäten mit dem Fahrrad, bei denen man das Display nicht während der Fahrt ablesen können muss.

    Jedenfalls ist der Fahrradlenker ein günstiger Platz, wenn es um raschen Zugriff zum Gerät und möglichst geringe Einbuße bei der Empfangsqualität geht.

Anmerkungen

1  Dafür spricht auch, dass in die Lebensdauer von OLED-Displays, charakterisiert durch die Abnahme der Lichtausbeute, sowohl die Betriebsdauer als auch die dabei gewählte Lichtintensität eingehen – siehe z. B. WikipediaDE: OLED – Nachteile.

So zeigten sich am vorliegenden Exemplar z. B. im Winter 201617 nach etwa 60-monatiger, wenn auch sparsamer Benutzung des Displays beachtliche Helligkeitseinbußen der oft benutzten Bereiche in Gestalt eingebrannter Muster. Beim Laden befinden sich – nicht vermeidbar – die aktiven Pixel des Symbols der Füllstandsanzeige und des Schriftzugs "Charging" im Dauerbetrieb. Bei inzwischen etwa 400 Logs, d. h. geschätzt 400 jeweils mehrstündigen Ladevorgängen (mit 4 Stunden je Vorgang wären das 1600 Stunden) – ein Schönheitsfehler, sicherlich forciert durch einen relativ frühen Stand der OLED-Technik des Displays.


Klaus Dannowski – Klaus‘ GPS-Ecke
O4.O1.2O12