{"id":3735,"date":"2013-02-17T21:16:22","date_gmt":"2013-02-17T20:16:22","guid":{"rendered":"http:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735"},"modified":"2024-07-29T00:52:15","modified_gmt":"2024-07-28T22:52:15","slug":"gps-empfang-in-reflexionsarmer-umgebung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735","title":{"rendered":"Weitergabe der GPS-Signale an r&auml;umlich begrenzten Objekten"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin-top: -12px;margin-bottom: 0px;font-size:0.7em;\">Stand 14.05.2023 <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-align:right;\">\n<p class=\"para-header\">Reflexion der GPS-Signale an kleineren Objekten <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Im Allgemeinen kann es an der jeweiligen Position der Empfangsantenne des GPS-Loggers f\u00fcr jeden Satelliten mehrere reflektierende Objekte geben.<\/p>\n<table style=\"float:left;border:0;margin:14px 8px 6px 6px;\">\n<tr>\n<td style=\"width:260px;\"><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/Reflexion_einfall_schraeg.jpg\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/Reflexion_schraeg-300x222.jpg\" title=\"Bild 1: Strahlverlauf bei spiegelnder Reflexion. Die Lage der Einfallsebene ergibt sich aus dem Weg des einfallenden Signals und der Lage des Lots auf dessen Auftreffpunkt auf dem reflektierenden Objekt.\" alt=\"Bild zum Strahlverlauf bei spiegelnder Reflexion\" width=\"300\" ><\/a><\/p>\n<p style=\"line-height:100%;margin-top: 4px;margin-bottom: 4px;\"><small>Bild 1: Spiegelnde Reflexion<\/small> <\/p>\n<p style=\"line-height:80%;margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;\"><small>F\u00fcr dieses wie auch f\u00fcr alle weiteren Bilder: <br \/>F\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Darstellung<br \/> &#160; &#160; &#34;Klick in das Bild&#34;<\/small>&#34; <\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Ebenso wird lediglich in Ausnahmef\u00e4llen allein das Signal nur eines einzigen Satelliten von diesem Mehrwegeeffekt betroffen sein. <br \/>Im Fall einer (echten) Spiegelung w\u00fcrden davon nur jene wirksam werden, f\u00fcr die die Beziehung &#34;Reflexionswinkel = Einfallswinkel&#34; des Reflexionsgesetzes <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reflexion_%28Physik%29#Reflexionsgesetz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Wikipedia)<\/a> erf\u00fcllt ist, indem sich das Lot auf den reflektierenden Bereich (&#34;dessen Normale&#34;) innerhalb der dem Satelliten, dem Reflexionspunkt und der Empfangsantenne gemeinsamen Ebene befindet (die &#34;Einfallsebene&#34; in nebenstehendem Bild&#160;1), die ihrerseits &#8211; abh\u00e4ngig von der Position des Satelliten am Firmament &#8211; gegen\u00fcber dem Lot des Loggers auf die Horizontebene geneigt sein kann. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Als weitere Bedingung kann man ablesen:<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;margin-left:10px;\">&#34;Das Einfallslot liegt in der Einfallsebene&#34;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left:20px;\">(&equiv; &#34;Die Einfallsebene steht im rechten Winkel zur Reflexionsebene&#34;).<\/p>\n<p class=\"para-header\">Ebene Welle am kleineren Objekt <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">In einem Gedankenexperiment sei davon ausgegangen, dass die Signal\u00fcbertragung vom Satellit zur Empfangsantenne in der Art von <a href=\"#bild_spieg\">Bild&#160;3<\/a> in einem einzelnen Strahl erfolgt, dessen Verlauf gleich dem der Sichtlinie &#34;einschlie\u00dflich deren Spiegelung an der Reflexionsebene&#34; ist. Bewegen der Antenne oder des Satelliten hat ein Wandern des Reflexionspunkts in der Reflexionsebene zur Folge. Solange er sich innerhalb der Berandung des &#8211; bei diesem Gedankenexperiment ausreichend gro\u00df angenommenen &#8211; reflektierenden Objekts befindet, kommt ein spiegelnder Empfang hoher Intensit\u00e4t zustande. \u00dcberschreitet der Reflexionspunkt die Berandung nach au\u00dfen, kann die Winkelbeziehung des Reflexionsgesetzes nicht mehr eingehalten werden &#8211; die Empfangsantenne wird nicht mehr vom gespiegelten Strahl erreicht. Dann d\u00fcrfte der Empfangs-Pegelverlauf l\u00e4ngs des Weges des Reflexionspunkts im Bereich des Randes des spiegelnden Objekts dem durch das Ph\u00e4nomen der Beugung bestimmten Pegelverlauf \u00e4hneln, der sich an einer (echten, freistehenden) Kante beim \u00dcbergang in den abgeschatteten Bereich abh\u00e4ngig von deren \u00dcberstand \u00fcber der ununterbrochen &#8211; durch das Hindernis hindurch &#8211; verlaufend gedachten Sichtlinie ergibt. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;\">In Wahrheit gelangt das Satelliten-Signal als eine (aufgrund der sehr gro\u00dfen Entfernung) ebene <em>Wellenfront<\/em> an das Objekt. Ihr entspricht im nachfolgenden Schnittbild (Bild&#160;2) das in Wei\u00df gehaltene B\u00fcndel paralleler Strahlen, dem eine (vertikal zur Bildebene sehr lang ausgedehnte) d\u00fcnne Platte (schwarz) entgegengestellt ist. Als von ihr ausgehend kann man sich auch hier die im Eintrag &#34;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4977#reflexion_beugung\">Mechanismen der Weitergabe der GPS-Signale \u00fcber Objekte der Umgebung<\/a>&#34; aufgez\u00e4hlten <span class='classtoolTips2' style='border-bottom:2px dotted #888;'>drei Komponenten<\/span> vorstellen:<\/p>\n<table style=\"float:right;border:0;margin:14px 8px 6px 6px;\">\n<tr>\n<td style=\"width:260px;\"><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/Signalweitergabe_duenne_platte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/ReflKomponenten5-300x286.jpg\" alt=\"An der Fl\u00e4che des ebenen Objekts wird die Wellenfront des auftreffenden Signals reflektiert und an dessen Kanten gebeugt. In gr\u00f6\u00dferer Entfernung &#34;verschmelzen&#34; diese einzelnen Komponenten zu einem scheinbar vom Zentrum des Objekts ausgehenden Signal mit von der Richtung abh\u00e4ngiger Intensit\u00e4t.\" title=\"Komponenten bei Auftreffen einer ebenen Wellenfront (wei\u00dfes Strahlenb\u00fcndel) auf ein reflektierendes Objekt\" width=\"300\" height=\"286\" ><\/a><br \/><small>&#160;Bild&#160;2: Signalweitergabe an einer d\u00fcnnen Platte<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;\">\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\">eine durch Spiegelung entstehende Komponente in Gestalt eines dem Umriss des Objekts entsprechend r\u00e4umlich begrenzten Ausschnitts aus der Wellenfront &#8211; hellgraues B\u00fcndel paralleler Strahlen,<\/li>\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\">eine ungerichtete Komponente, die von der diffusen Reflexion an den Unebenheiten des Objekts herr\u00fchrt &#8211; die hellblauen Strahlen (Genaueres zur u.&#160;a. aus der Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit resultierenden Richtungsabh\u00e4ngigkeit siehe z.&#160;B. [<a href=\"#keydel_2010\" >Keydel&#160;2010<\/a>] Seite&#160;11),<\/li>\n<li style=\"margin-bottom: 0px;\">Komponenten (rote Strahlen) in Gestalt der Zylinderwellen, die an der Berandung des spiegelnden Objekts von den rot dargestellten Strahlen des B\u00fcndels parallel einfallender Strahlen verursacht werden (vergleiche GPS-Ecke: <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534#theorie_beugung\"><em>Kanten-Beugung<\/em><\/a>; allgemein: Stichwort &#34;Knife-Edge&#34;) .<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 8px;margin-bottom: 8px;\">Aufgrund der vorausgesetzten L\u00e4ngsausdehnung des reflektierenden Objekts werden die von den Kanten ausgehenden Signalbeitr\u00e4ge als Zylinderwellen weitergegeben. Mit den gr\u00fcnen Pfeilen in Bild&#160;2 soll angedeutet werden, dass diese Beitr\u00e4ge in &#34;ausreichend&#34; gro\u00dfem Abstand von der Platte zusammen mit dem infolge von Oberfl\u00e4chenrauigkeit der Platte entstehenden Beitrag zu einer einzigen Zylinderwelle mit einer von der Richtung innerhalb der Papierebene abh\u00e4ngigen Intensit\u00e4t verschmolzen erscheinen (Stichworte &#34;Interferenz&#34;, &#34;konstruktive und destruktive \u00dcberlagerungen&#34;). Solange es abh\u00e4ngig von der Orientierung von Satellit, Empfangsantenne und Platte zu einer Reflexion an der Platte kommt (&#34;es gibt dort einen Reflexionspunkt&#34;) tritt zu diesem Signalgemisch der dann zumeist dominierende Beitrag aus der Spiegelung als ebene Welle hinzu. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 8px;margin-bottom: 8px;\"><a id=\"stauch\"><\/a>Die Kontur des am kleinen Objekt reflektierten Strahlenb\u00fcndels entspricht unter Ber\u00fccksichtigung des f\u00fcr den Ort der Empfangsantenne zutreffenden Einfalls- bzw. Ausfallswinkels&#160;<em>&alpha;<\/em> des Satellitensignals der Kontur des Objektes (<em>&alpha;<\/em> gemessen zwischen LOS und Einfallslot &#8211; vergleiche <a href=\"#bild_spieg\">Bild&#160;3<\/a>); sie erscheint somit gegen\u00fcber der Originalkontur um den Faktor cos&thinsp;<em>&alpha;<\/em> parallel zur Einfallsebene gestaucht. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 8px;margin-bottom: 8px;\">In den Bereichen der Abschattungsgrenzen der einzelnen Kanten der Platte sind die f\u00fcr die &#34;<em>scharfe Kante<\/em>&#34; beschriebenen Effekte zu erwarten, in &#8211; verglichen mit dem Abstand der Kanten &#8211; gr\u00f6\u00dferer Entfernung: richtungsabh\u00e4ngig regelm\u00e4\u00dfige Interferenzmuster aus \u00dcberlagerungseffekten der Komponenten der beiden Kanten-&#8211; verwandt mit dem Interferenzmuster an einem Spalt mit der Breite der Platte. Verringern der Kantenabst\u00e4nde auf Bruchteile einer Wellenl\u00e4nge l\u00e4sst schlie\u00dflich auch diese Interferenzmuster verschwinden &#8211; gleichbedeutend mit einer von Hindernissen dieser Art ausgehenden Zylinderwelle mit von der Richtung unabh\u00e4ngiger Intensit\u00e4t. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Die Berandungen realer Objekte gehorchen kaum einfachen geometrischen Beziehungen. Dann d\u00fcrfte es zu regelloser kleinr\u00e4umiger (bezogen auf das Objekt) Richtungsabh\u00e4ngigkeit bzw. (allgemeiner) Ortsabh\u00e4ngigkeit des Empfangspegels kommen. Beim Verringern der Erstreckung des Objekts in alle Richtungen auf Bruchteile einer Wellenl\u00e4nge werden dann jegliche kleinr\u00e4umigen \u00c4nderungen der Intensit\u00e4t des weitergegebenen Signals verschwinden, gleichbedeutend mit dem \u00dcbergang zur Gestalt einer vom Objekt ausgehenden Kugelwelle.<\/p>\n<p class=\"para-header\">Gegebenheiten des Zustandekommens von Umwegen <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\"><strong>Umwege bei Spiegelung<\/strong> <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Das untenstehende <a href=\"#bild_spieg\">Bild&#160;3<\/a> soll den Blick auf eine parallel zur Horizontebene zu denkende Ebene darstellen &#8211; mit 4&#160;reflektierenden Objekten (<em>1<\/em> bis <em>4<\/em>) &#8211;, in deren Punkt&#160;<em>E<\/em> sich die Antenne eines GPS-Empf\u00e4ngers befindet. <em>LOS<\/em> bezeichnet die Sichtlinie von <em>E<\/em> zu einem (&#34;unendlich&#34;) weit entfernten, in der gleichen Ebene gelegenen GPS-Satelliten. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Die vier Objekte stellen je ein kleineres Objekt, f\u00fcr einzelne Betrachtungen auch einen Ausschnitt aus einer l\u00e4ngeren Wand, dar. Bei den folgenden Betrachtungen sei angenommen, dass allein das jeweils untersuchte Objekt existiert. Gegenseitige Abschattungen der Objekte sind somit nicht zu ber\u00fccksichtigen. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Die Strahlen <em>I<\/em> bis <em>III<\/em> liegen gemeinsam mit der Antenne ebenfalls in der horizontalen Ebene. Sie markieren, wie alle weiteren, beliebig eng verlaufenden, hier nicht dargestellten Strahlen, jeweils einen Signalweg vom Satellit zur Antenne. Ihr Verlauf wird aufgrund der (verglichen mit den in der Ebene quer zur Sichtlinie gemessenen Ausdehnungen viel gr\u00f6\u00dferen) Satellitenentfernungen als parallel zur Sichtlinie angenommen (&#34;Parallelstrahlen&#34;).<\/p>\n<table style=\"float:left;border:0;margin:14px 8px 6px 6px;\">\n<tr>\n<td style=\"width:260px;\"><a id=\"bild_spieg\"><\/a>&#160;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/signalwege_vier_spiegelnde_objekte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/vier_obj_richt-300x216.jpg\" alt=\"Vier Objekte, die von - aufgrund der sehr gro\u00dfen Entfernung beim Satellitenempfang - parallel zueinander einfallenden Signalanteilen getroffen werden.\" title=\"Signalwege \u00fcber vier spiegelnde Objekte\" width=\"300\" height=\"213\" ><\/a><br \/><small>&#160;Bild&#160;3: Spiegelung an (unendlich gro\u00dfen) Objekten<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Indem die W\u00e4nde und die Ebene mit der Antenne im rechten Winkel zueinanderstehen, ist die erste Bedingung daf\u00fcr erf\u00fcllt, dass die mit <em>l<\/em> bezeichneten Linien, die ebenfalls zur Ebene von <em>E<\/em> geh\u00f6ren, Einfallslote f\u00fcr die Strahlen <em>I<\/em> bis <em>IV<\/em> sein k\u00f6nnen. Ihre Aufsetzpunkte an den W\u00e4nden markieren somit jeweils einen Reflexionspunkt, f\u00fcr den der Weg des reflektierten Satelliten-Signals betrachtet werden soll.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Die beiden M\u00f6glichkeiten des Vorgehens der Suche nach diesem Weg sind an den Objekten <em>3<\/em> und <em>4<\/em> gezeigt. Im Fall von Objekt <em>3<\/em> mit dem Strahl <em>III<\/em> wird der Weg von der Einfallsrichtung des Satellitensignals aus verfolgt. Es ist ersichtlich, dass das reflektierte Signal den Empf\u00e4nger nicht erreichen kann sondern ihn weit verfehlt. Der Ausbreitungsweg \u00fcber den Reflexionspunkt am Objekt <em>4<\/em> wird in der entgegengesetzten Richtung verfolgt (als w\u00fcrde mit der Empfangsantenne gesendet): Anders als bei den Objekten <em>1<\/em> und <em>2<\/em> mit den Strahlen <em>I<\/em> und <em>II<\/em>  verfehlt der Strahl <em>IV<\/em> das Ziel, den Satellit. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">An dieser Stelle erhebt sich die Frage, ob es an den sich dazu \u00fcber die dargestellten Rechtecke hinaus erstreckend angenommenen Objekten <em>3<\/em> bzw. <em>4<\/em> dennoch Reflexionspunkte geben k\u00f6nnte, \u00fcber die eine Verbindung zum Punkt <em>E<\/em> m\u00f6glich ist. Der Verlauf der Strahlen <em>I<\/em>, <em>II<\/em> und <em>III<\/em> parallel zur Sichtlinie und zueinander (Stichworte: Satellit in unendlich gro\u00dfer Entfernung; Wellenfront eben), die sich alle an einem Punkt, <em>E<\/em>, treffen sollen, verweist auf zum Sender ge\u00f6ffnete Parabeln, die so angeordnet sind, dass sich ihre Symmetrieachsen mit der Sichtlinie und die Brennpunkte mit dem Punkt <em>E<\/em> decken.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Eine Schar von Parabeln dieser Art mit der Sichtlinie als Symmetrieachse wird ebenfalls durch Gl.(3) aus der <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/pdf\/Herleitung_Satdreieck.pdf\">Herleitung<\/a> zur Kantenbeugung<a href=\"#anm_bildsatkante\"><sup><b>Anm1<\/b><\/sup><\/a> beschrieben:<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;padding-left: 30px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/sat_gl3.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"58\" ><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">mit<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;padding-left: 44px;text-indent:-31px;\"><em>d<\/em>&#160;=&#160;auf der <em>Sichtlinie<\/em> gemessener Abstand vom <br \/>Brennpunkt <em>E<\/em> mit dem Empf\u00e4nger,<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;padding-left: 44px;text-indent:-31px;\"><em>h<\/em>&#160;=&#160;senkrechter Abstand eines Parabelpunktes von der <em>Sichtlinie<\/em>,<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;padding-left: 44px;text-indent:-31px;\"><em>&lambda;<\/em>&#160;=&#160;Wellenl\u00e4nge des GPS-Signals,<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;padding-left: 44px;text-indent:-31px;\"><em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;die Parabel charakterisierender Parameter <br \/>&#8211; mit <em>&nu;<\/em>&thinsp;=&thinsp;<em>u<\/em>&thinsp;\/&thinsp;(&lambda;\/2) als Vielfachem einer halben <br \/>Wellenl\u00e4nge  (<em>u<\/em> ist der zugeh\u00f6rige Umweg), eine <br \/>reelle <em>positive<\/em> Zahl (jede Parabel hat zwei \u00c4ste) <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Herleitungen wie der zur obigen Formel f\u00fcr <em>h<\/em> liegt zugrunde, dass (im Einklang mit der dazu vorausgesetzten Parallel-Strahlen-Eigenschaft) die Entfernung des Senders ein gro\u00dfes Vielfaches der Abst\u00e4nde der betrachteten reflektierenden Objekte vom Empf\u00e4nger ist. Bei jeder dieser Parabeln handelt es sich um den in der engeren Umgebung eines der Brennpunkte &#8211; hier des Brennpunkts mit dem Empf\u00e4nger &#8211; gelegenen parabelf\u00f6rmigen Teil einer Ellipse mit f\u00fcr alle Punkte gleicher L\u00e4nge des Weges zwischen den Brennpunkten, den Orten von Sender und Empf\u00e4nger, somit um eine Linie gleicher Umwegl\u00e4nge&#160;<em>u<\/em> aller ihrer Punkte. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">F\u00fcr diese Umweg-Linien gilt bekanntlich, dass der Wert <em>u<\/em> des f\u00fcr die gefundene Position bedeutsamen Umwegs als das Zweifache des Abstandes des bei <em>d<\/em><sub>o<\/sub> gelegenen Scheitels vom Brennpunkt abgelesen werden kann. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Dem entspricht in obiger Formel <em>h<\/em>&#160;=&#160;0, wof\u00fcr man mit den hier vorliegenden Umweg-Parabeln wie auch mit den eigentlichen Umweg-Ellipsen erh\u00e4lt: <\/p>\n<table style=\"float:right;border:0;margin:14px 8px 6px 6px;\">\n<tr>\n<td style=\"width:302px;line-height:100%;\"><a id=\"bild_nue_ellips\"><\/a><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/Parabeln_nu.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/Parabeln_nu-300x127.jpg\" alt=\"\" title=\"In der N\u00e4he des Satellitenempf\u00e4ngers nehmen die Umweg-Linien die Gestalt von Parabeln an\" width=\"300\" ><\/a><br \/><small>Bild 4: Empf\u00e4ngernaher Ausschnitt aus einigen <br \/>Umweg-Ellipsen &#8211; In der N\u00e4he des Satelliten-<br \/>empf\u00e4ngers nehmen die Umweglinien die <br \/>Gestalt von Parabeln an<\/small><a href=\"#anm_massstab\"><sup><b>Anm3<\/b><\/sup><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 16px;margin-left:30px;\"><em>d<\/em><sub>0<\/sub> = &#8211; <em>&nu;<\/em>&#183;&lambda;\/4.  <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Parabel-&#34;<em>Schar<\/em>&#34; aus beliebig vielen, beliebig eng benachbarten Linien: <em>&nu;<\/em> ist eine (positive) reelle Zahl. Das nebenstehende Bild&#160;4 zeigt mit einigen ganzzahligen Werten lediglich eine kleine Auswahl solcher <em>&nu;<\/em>-Parabeln<a href=\"#anm_umwegparab\"><sup><b>Anm2<\/b><\/sup><\/a>. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Als Teil einer sehr weitr\u00e4umigen Ellipse erstreckt sich jede Parabel durch alle vier Quadranten des dargestellten <em>d<\/em>,<em>h<\/em>-Koordinatensystems. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Ein gleichartiges Bild gilt auch f\u00fcr die Umgebung einer Sendeantenne &#8211; allerdings sind dort im Fall des Satellitensenders aufgrund seiner Auslegung keine Objekte zu erwarten, die als Reflektor wirken k\u00f6nnten (Reflexionen an Bauteilen des Satelliten k\u00f6nnen &#8211; aufgrund von Ma\u00dfnahmen zu deren Vermeidung seitens der Konstruktion und nicht zuletzt wegen der im Interesse eines hohen Antennengewinns zugleich auch stark b\u00fcndelnd wirkenden Sendeantennen &#8211; vernachl\u00e4ssigt bleiben). <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">In der Umgebung des Empf\u00e4ngers spiegelnd reflektierte Parallelstrahlen werden <em>dann<\/em> dessen Antenne treffen, wenn es in der Parabelschar diese <em>Reflexionsebenen tangierende <em>&nu;<\/em>-Parabeln<\/em> gibt<a href=\"#parab_spieg\"><sup><b>Anm4<\/sup><\/b><\/a>.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Im nachfolgenden <a href=\"#refl_bild\">Bild&#160;5<\/a> (zur Verdeutlichung jedoch anders als im Bild&#160;4 bei etwas \u00fcberh\u00f6hten Achsenma\u00dfst\u00e4ben) wird das f\u00fcr die vier Objekte von <a href=\"#bild_spieg\">Bild&#160;3<\/a> untersucht. <a id=\"strahlen1und2\" ><\/a>Dort ist das Objekt&#160;<em>1<\/em> (Strahl&#160;I parallel zur LOS-Linie) zu sehen, das die Parabel&#160;<em>&nu;<\/em><sub>2<\/sub> tangiert; \u00e4hnlich auch beim Objekt&#160;<em>2<\/em> (Strahl II) mit der Parabel&#160;<em>&nu;<\/em><sub>1<\/sub>. <\/p>\n<table style=\"float:left;border:0;margin:14px 8px 6px 6px;\">\n<tr>\n<td style=\"width:260px;line-height:100%;\"><a id=\"refl_bild\" ><\/a>&#160;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/satellitenempfang_parabeln_tangieren.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/vier_obj_2parab-300x283.jpg\" title=\"Spiegelnde Reflexion von Satellitensignalen an kleinen Objekten: Aus den Umweg-Ellipsen hervorgegangene Parabeln\" alt=\"Spiegelnde Reflexion von Satellitensignalen an kleinen Objekten: Aus den Umweg-Ellipsen hervorgegangene Parabeln\" width=\"300\" ><\/a><br \/>&#160;<small>Bild&#160;5: Reflektierende Objekte, zwei davon mit<br \/>&#160; tangierenden Parabeln<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Im Fall des Objekts&#160;<em>3<\/em> liegt der Schnittpunkt der Sichtlinie mit der &#8211; in Gedanken erweiterten &#8211; Reflexionsebene vom Sender aus gesehen vor dem Brennpunkt, so dass eine Reflexion zum Empf\u00e4nger nicht zustandekommen kann. Auch jeglicher andere reflektierte Parallelstrahl kann den Empf\u00e4nger nicht erreichen, denn die beliebig erweiterte Ebene von Objekt <em>3<\/em> liegt vom Sender aus gesehen vor dem Empf\u00e4nger, w\u00fcrde ihn verdecken. Beim f\u00fcr das Objekt&#160;<em>4<\/em> willk\u00fcrlich angenommenen Reflexionspunkt w\u00fcrde ein Parallelstrahl die Sichtlinie erst hinter <em>E<\/em> schneiden. Hiermit steht der f\u00fcr diesen Reflexionspunkt eingetragene Verlauf des in Gegenrichtung<a href=\"#strahl_zurueck\" ><sup><b>Anm5<\/b><\/sup><\/a>, d.&#160;h. <a id=\"strahl4\" ><\/a>vom Empf\u00e4nger ausgehend angenommenen Strahls &#8211; Teststrahl IV &#8211; in Einklang: An diesem Punkt trifft er viel zu steil auf die Reflexionsebene. Wegen deren geringer Neigung gegen\u00fcber der Sichtlinie w\u00fcrde der Reflexionspunkt f\u00fcr die Reflexion eines Parallelstrahls in den Punkt <em>E<\/em> (an einer etwas schlankeren Parabel, mit entsprechend kleinerem <em>&nu;<\/em>) weiter rechts, bereits au\u00dferhalb des dargestellten Bereichs, liegen.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Zum obigen <a href=\"#refl_bild\">Bild&#160;5<\/a> wurde eine Satellitenposition in der Horizontebene vorausgesetzt. Im allgemeinen Fall eines h\u00f6herstehenden Satelliten w\u00e4re die gesamte zu <em>E<\/em> geh\u00f6rende Ebene mit der als <em>LOS<\/em>, Sichtlinie, bezeichneten Geraden (zusammen mit der gesamten Parabelschar und allen Parallelstrahl-Verl\u00e4ufen) durch Ankippen auf diesen auszurichten. Drehachse ist dabei eine in der Horizontebene liegende Linie durch <em>E<\/em>, die rechtwinklig zur Sichtlinie verl\u00e4uft. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Eine der dabei eintretenden Folgen ist, dass die rechtwinklige Orientierung zwischen der Ebene im <a href=\"#refl_bild\">Bild&#160;5<\/a> und den W\u00e4nden (entlang der Schnittlinie beider Ebenen) &#8211; eine der Voraussetzungen daf\u00fcr, dass ein reflektiertes Signal die Antenne erreichen kann &#8211; f\u00fcr die neue Lage der Ebene verloren geht<a href=\"#orientierung_schraeg\"><sup><b>Anm6<\/b><\/sup><\/a>. Das Wiederherstellen dieser Bedingung bedeutet, die Ebene zus\u00e4tzlich, abh\u00e4ngig von der Satelliten-Elevation, um die Sichtlinie zu rotieren, bis unter Bewegung der Schnittlinie n\u00e4her zur Horizontebene der rechte Winkel zur Objektebene erreicht ist. Auf dieser Schnittlinie befindet sich dann, falls diese aufgrund der geometrischen Gegebenheiten zustandekommt, der neue Reflexionspunkt &#8211; im allgemeinen bei einer anderen Umwegparabel, also ver\u00e4nderter L\u00e4nge des Umwegs. \u00c4hnliches w\u00e4re von vornherein im Fall von Objekten erforderlich, deren Reflexionsebene nicht rechtwinklig zum Boden orientiert ist. Zum Erfassen von z.&#160;B. Reflexionen an horizontalen Fl\u00e4chen (z.&#160;B. dem Erdboden) m\u00fcsste stets ein Rotieren der Ebene mit der (zweidimensionalen) Parabelschar um bis zu 90\u00b0 erfolgen. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Verallgemeinerung:<\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\">Im Fall \u00fcber dem Horizont befindlicher Satelliten tritt an die Stelle der zweidimensionalen Situation von <a href=\"#refl_bild\">Bild&#160;5<\/a> eine r\u00e4umliche.<\/li>\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\"><a id=\"dreidim\"><\/a>Der dreidimensionalen Situation wird das Erweitern der tangierenden Parabeln zu die Reflexionspunkte tangierenden Rotations-Paraboloiden mit der Sichtlinie als Achse gerecht (aus der &#34;Suche nach der tangierenden Parabel&#34; wird die &#34;Suche nach dem tangierenden Rotationsellipsoid&#34;).<\/li>\n<\/ul>\n<table style=\"float:right;border:0;margin:14px 8px 6px 6px;\">\n<tr>\n<td style=\"width:302px;line-height:100%;\"><a id=\"parab_meter\"><\/a><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/Parabeln_meter.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/Parabeln_meter-300x161.jpg\" alt=\"\" title=\"In der N\u00e4he des Satellitenempf\u00e4ngers nehmen die Umweg-Ellipsen die Gestalt von Parabeln an\" width=\"300\" ><\/a><br \/><small> &#160; Bild 6: Umwegparabeln &#8211; Umwege <em>u<\/em> im 1-Meter-Raster<br \/> &#160; Empf\u00e4nger bei (0,0) (<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/Parabeln_meter.pdf\">Download der Bilddatei<\/a> im PDF-Format)<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 10px;\">Die Darstellung auf Basis des auf die Wellenl\u00e4nge bezogenen Parameters <em>&nu;<\/em> (wie z.&#160;B. im <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735#bild_nue_ellips\">Bild&#160;4<\/a>) bedeutet, dass sich die Verl\u00e4ufe mit \u00c4nderung der Wellenl\u00e4nge bzw. Signalfrequenz verlagern w\u00fcrden. Im Fall der festen Signalfrequenz des GPS-Signals erleichtern sie Betrachtungen, bei denen Phasenbeziehungen eine Rolle spielen (wie z.&#160;B. bei Interferenz-Erscheinungen). Anders vermitteln die Verl\u00e4ufe im Bild&#160;6 direkt geometrische Bez\u00fcge, wichtig z.&#160;B. zur Beurteilung von durch Objekte der Umgebung verursachten Fehlern der gefundenen Position (Vergleich mit <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735#bild_nue_ellips\">Bild&#160;4<\/a>: <em>u<\/em> = 1&#160;m entspricht etwa 5&#160;&lambda;, somit <em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;10). <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 10px;\"><strong>An den Bildern&#160;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735#bild_nue_ellips\">4<\/a> und&#160;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735#parab_meter\">6<\/a> f\u00fcr den Fall der spiegelnden Reflexion abzulesen<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;margin-left:10px;text-indent:-10px;\">&#8211; Objekte in der &#34;<strong><em>Halbebene vor dem Empf\u00e4nger<\/em><\/strong>&#34; (&#34;vom Sender aus gesehen&#34;: Objekte, die n\u00e4her am Sender gelegen sind als die Empfangsantenne; <em>d<\/em>&#160;&ge;&#160;0): <\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 12px;\">\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;\">Je weiter ein Objekt von der Empfangsantenne entfernt ist, desto flacher verl\u00e4uft der zugeh\u00f6rige Signalweg gegen\u00fcber der Objektebene bei zugleich kleinerer f\u00fcr die Signalweitergabe wirksamer Fl\u00e4che, die <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;margin-left: 10px;\">proportional dem Sinus des Erhebungswinkels der Umweglinie \u00fcber der Objektebene ist, <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;margin-left:10px;\">bzw. proportional dem Sinus des halben Erhebungswinkels des Objekts gegen\u00fcber der Sichtlinie,<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;\">somit also (vergleiche <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735#stauch\">oben<\/a>) um so kleiner wird, je flacher der Signalweg verl\u00e4uft.<\/li>\n<li>Bei gleichbleibender Ablage <em>h<\/em> eines (reflektierenden bzw. auch streuenden) Objekts gegen\u00fcber der Sichtlinie ist der zugeh\u00f6rige Umweg <em>u<\/em> umso kleiner gegen\u00fcber <em>h<\/em> (maximal gleich  <em>h<\/em>), je weiter das Objekt von der Empfangsantenne entfernt ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;margin-left:10px;text-indent:-10px;\">&#8211; Objekte in der &#34;<strong><em>Halbebene hinter dem Empf\u00e4nger<\/em><\/strong>&#34; (<em>d<\/em>&#160;&le;&#160;0): <\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Je weiter ein Objekt bei gleichbleibender Ablage&#160;<em>h<\/em> gegen\u00fcber der Sichtlinie von der Empfangsantenne entfernt ist, desto steiler verl\u00e4uft der zugeh\u00f6rige Signalweg gegen\u00fcber der Objektebene (entsprechend gr\u00f6\u00dfer ist deren Neigung gegen\u00fcber der Sichtlinie, zwischen 45 und 90&#160;\u00b0) bei zugleich gr\u00f6\u00dferer Ann\u00e4herung der f\u00fcr die Signalweitergabe wirksamen Fl\u00e4che an die Fl\u00e4che des Objekts.<\/li>\n<li>Bei gleichbleibender Ablage&#160;<em>h<\/em> des Objekts gegen\u00fcber der Sichtlinie ist der zugeh\u00f6rige Umweg&#160;<em>u<\/em> umso gr\u00f6\u00dfer (<em>h<\/em>&#160;&le;&#160;<em>u<\/em>&#160;&le;&#160;2&sdot;|<em>d<\/em>|), je weiter das Objekt von der Empfangsantenne entfernt ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 16px;\">An Objekten hinter sowie seitlich des GPS-Empf\u00e4ngers gespiegelte Signale k\u00f6nnen somit mit besonders hohen Verz\u00f6gerungen behaftet sein<a href=\"#idealer_aufstellort\"><sup><b>Anm7<\/b><\/sup><\/a>.\n <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\"><strong>Umwege bei diffuser Reflexion, Beugung &#8211; &#34;Streuung&#34;<\/strong> <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Falls aufgrund der Orientierung von Satellit, kleinem Objekt und Empfangsantenne eine spiegelnde Reflexion nicht zustande kommen kann, verbleiben als dennoch und von der Orientierung der Objekte unabh\u00e4ngig vorhandene Mechanismen der Signalweitergabe  <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;margin-left:25px;\">die diffuse Reflexion  &#8211; an den Rauigkeiten des Objekts &#8211; vgl. &#34;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4979\">Gerichtete und diffuse Reflexion von GPS-Signalen<\/a>&#34; (GPS-Ecke)<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\">und <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;margin-left:25px;\">die Beugung &#8211; an den Konturen des Objekts &#8211; dabei allerdings, aufgrund der geometrischen Gegebenheiten, \u00fcberwiegend mit kleineren Ablenkwinkeln bzw. Umwegen als bei der &#34;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534\">Beugung der GPS-Signale an Kanten abschattender Hindernisse<\/a>&#34; (GPS-Ecke) betrachtet, <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">allgemeiner &#8211; f\u00fcr beide gemeinsam, oft auch gemeinsam mit der Weitergabe durch Spiegelung &#8211;: In der Gestalt von <em>Streuung<\/em>. Weitergabe infolge Streuung bedeutet die Signalweitergabe weit \u00fcber Pfade, die allein der Spiegelung gem\u00e4\u00df der tangentialen Ausrichtung an Umwegparabeln entsprechen, hinaus, somit eine erhebliche Zunahme der Anzahl von m\u00f6gliche Umwegpfade verursachenden Objekten gegen\u00fcber dem Fall allein der Spiegelung. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Die entstehenden Umwege ergeben sich auch hier einzig aus der r\u00e4umlichen Zuordnung von Satellit, streuendem Objekt und Empfangsantenne. Zur Veranschaulichung eignen sich ebenfalls die Umweg-Rotations-Paraboloide. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Spiegelndes Objekt und \u00d6ffnung: Ausbreitungsverhalten <\/p>\n<hr style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 12px;\">\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Zun\u00e4chst sei daran erinnert, dass man im Fall der Signalweitergabe \u00fcber ein spiegelndes Objekt zur Untersuchung des Strahlengangs zwischen einem Sender und einem Empf\u00e4nger so vorgehen kann, dass man den dabei reflektierten Bereich an der Reflexionsebene als Symmetrieebene spiegelt &#8211; bei z.&#160;B. der Betrachtung aus der Richtung des Empf\u00e4ngers also den Sender. Dabei wird aus der infolge der Reflexion am Objekt zu einer Umweglinie umgebrochenen Sichtlinie eine durchgehend geradlinig verlaufende virtuelle Sichtlinie vom virtuellen Sender (eigentlich seinem virtuellen Bild) zum Empf\u00e4nger, und der Strahlengang am Spiegel unterscheidet sich nicht vom Strahlengang durch eine mit dem Spiegel deckungsgleiche \u00d6ffnung in einer lichtundurchl\u00e4ssigen Ebene.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Unter Au\u00dferachtlassung von material- und polarisationsabh\u00e4ngigen Pegelverlusten gibt es &#8211; unter ansonsten gleichen geometrischen Gegebenheiten (Konturen und Orientierung im Raum stimmen \u00fcberein) &#8211; \u00c4hnlichkeiten, <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\"><strong>Gemeinsamkeiten<\/strong>, aber auch <strong>Unterschiede<\/strong> <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">des Ausbreitungsverhaltens auf dem Weg \u00fcber ein spiegelndes Objekt, also entlang einer Umweg-Linie, mit dem Ausbreitungsverhalten entlang der Sichtlinie durch die gedachte \u00d6ffnung hindurch.<\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\"><span style=\"text-decoration:underline;\">Gemeinsamkeiten<\/span> der gedachten <em>kleinen \u00d6ffnung<\/em> mit dem<br \/><em>kleinen spiegelnden Objekt<\/em>:\n<p style=\"margin-top: 4px;margin-bottom: 4px;\">Bei feststehend angenommenen Ebenen erreicht der Signalweg <br \/>sowohl <br \/><em>durch die gedachte \u00d6ffnung hindurch<\/em> als auch \u00fcber <em>das spiegelnde Objekt<\/em><br \/>nur einen kleinen Raumwinkel des Bereichs hinter der \u00d6ffnung bzw. des am Objekt gespiegelten Bereichs. <em>Die Lage<\/em> dieses <em>Raumwinkels<\/em> ergibt sich aus der Position der \u00d6ffnung bzw. im Fall des spiegelnden Objekts zus\u00e4tzlich aus dessen Orientierung, <em>sein Betrag<\/em> aus der wirksamen Fl\u00e4che, die bei beiden umso kleiner wird je flacher der Signalweg gegen\u00fcber der jeweiligen Ebene verl\u00e4uft. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 4px;margin-bottom: 4px;\">Vgl. [<a href=\"#gross_2003\" >Gross 2003<\/a>], S.&#160;231, oder auch Eintrag in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Babinetsches_Prinzip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia.de<\/a> &#8211; Babinet&#8217;sches Prinzip<a href=\"#anm_babinet\"><sup><strong>Anm8<\/strong><\/sup><\/a>: Wenn mit dem Empf\u00e4nger als Bezugspunkt die Geometrie der Berandungen beiderlei Objekte \u00fcbereinstimmt, ergibt sich (ggf. bis auf eine Ausnahme im Zentrum) aus der Beschaffenheit der Beugungsmuster: Die Intensit\u00e4ten der gebeugten Signale an der Empfangsantenne sind in beiden F\u00e4llen gleich, die Phasenlagen (hier kaum von Bedeutung) um <span style=\"font-family:'Times New Roman';font-size:120%;\">&pi;<\/span> verschieden.<\/p>\n<\/li>\n<li><span style=\"text-decoration:underline;\">Unterschiede<\/span> des <em>spiegelnden Objekts<\/em> gegen\u00fcber der <br \/><em>gedachten \u00d6ffnung<\/em>:\n<p style=\"margin-top: 4px;margin-bottom: 4px;\">Bei festgehaltenem Reflexionspunkt kann die <br \/>&#160;&#160;<em>Reflexionsebene eines spiegelnden Objekts prinzipiell beliebig im Raum geneigt<\/em> <br \/>sein, so dass die Richtungen ihres Einfallslots, bei denen ein reflektiertes Satellitensignal die Empfangsantenne erreichen kann, den gesamten hinter dem Empf\u00e4nger befindlichen Halbraum abdecken k\u00f6nnen, die Einfallsrichtungen, aus denen Satellitensignale den Empf\u00e4nger erreichen k\u00f6nnen, sogar den vollen Raumwinkel &Omega;&#160;=&#160;4&#8201;<span style=\"font-family:'Times New Roman';font-size:120%;\">&pi;<\/span>.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 4px;margin-bottom: 6px;\">(Praktische Bedeutung: Durch Spiegelung werden an den Empf\u00e4nger sowohl direkt vom Satelliten stammende als auch bereits am Erdboden oder an Hindernissen reflektierte Satellitensignale weitergegeben.) <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\">Bei festgehaltener \u00d6ffnung ergibt sich die Einfallsrichtung allein aus deren Position im Halbraum, unabh\u00e4ngig von der Orientierung der \u00d6ffnung im Raum. <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 4px;margin-bottom: 16px;\">Die Signalweitergabe durch eine \u00d6ffnung ist wohl besonders f\u00fcr Innenr\u00e4ume von Bedeutung: Ein direkt durch eine \u00d6ffnung in einen Innenraum gelangendes Satellitensignal trifft nur selten die Empfangsantenne, sondern sein Auftreffpunkt wandert entlang von Innenw\u00e4nden und Boden, wo er erstmals, und nachfolgend von dort aus im Rauminneren noch viele Male, reflektiert wird, um allerdings mit den infolge Transmission durch die Au\u00dfenw\u00e4nde dringenden Signalbeitr\u00e4gen zu konkurrieren<a href=\"#anm_wandfl\u00e4che\"><b><sup>Anm9<\/sup><\/b><\/a>  &#8211; zu Transmissionsd\u00e4mpfungen in W\u00e4nden siehe z.&#160;B. [<a href=\"#mich_stre98\" >Michler,Strey&nbsp;1998<\/a>], [<a href=\"#strang2008\" >Strang ua 2008<\/a>] &#8211; Tabelle 7 (Seiten&#160;35 bis&#160;36). <\/p>\n<p class=\"para-header\">Auswirkungen von Ortsver\u00e4nderungen auf Mehrwegesignale <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">F\u00fcr alle beim GPS-Empfang beteiligten Objekte kann zutreffen, dass sie sich in Bewegung befinden&#160;&#8211; <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;margin-left:10px;\">im dem Einsatzzweck entsprechenden mobilen Betrieb <\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left:10px;\">f\u00fcr den GPS-Logger bzw. den Empf\u00e4nger in GPS-Ger\u00e4ten,<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;margin-left:10px;\">stets <\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left:10px;\">f\u00fcr die GPS-Satelliten, <\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;margin-left:10px;\">sowie nicht selten auch<\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left:10px;\">f\u00fcr das r\u00e4umlich begrenzte Objekt. <\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Im allgemeinen wird es so dazu kommen, dass das Signal eines bestimmten Satelliten \u00fcber ein r\u00e4umlich begrenztes Objekt abh\u00e4ngig von der Zeit aufgrund des sich ver\u00e4ndernden Einfallswinkels am Objekt zun\u00e4chst diffus gestreut, sodann spiegelnd und schlie\u00dflich wieder diffus gestreut weitergegeben wird<a href=\"#anm_gro\u00dfesobj\"><sup><b>Anm10<\/b><\/sup><\/a>. Die Auswirkung ist eine meist betr\u00e4chtliche Abh\u00e4ngigkeit des Pegels des Umwegsignals an der GPS-Antenne vom jeweils wirksamen \u00dcbertragungsmechanismus und der f\u00fcr diesen zutrefffenden Materialeigenschaft des Objekts. W\u00e4hrend die L\u00e4nge des Umwegs allein durch die \u00c4nderungen der Geometrie bei den Bewegungen bestimmt wird, werden sich den zum Umweg geh\u00f6renden Phasen\u00e4nderungen noch am Objekt selbst entstehende Phasen\u00e4nderungen als Folge vom Einfallswinkel abh\u00e4ngiger Materialeigenschaften des Objekts \u00fcberlagern. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 4px;margin-bottom: 4px;\">\n<p><!--    <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534#kante_30grd\"><\/a>  (Bild 5) \nAus Betrachtungen der Art wie die zum <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534#kante_30grd\">Bild&#160;5<\/a> des Eintrags &#34;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534\">Beugung der GPS-Signale an Kanten abschattender Hindernisse<\/a>&#34; ist ersichtlich, dass\n??? oder \"eigenes Bild\" g\u00fcnstiger  ???      -->    <\/p>\n<p style=\"margin-top: 8px;margin-bottom: 16px;\">Auch wenn es sich &#34;nur&#34; um Resultate handelt, die mit einem Modell gewonnen wurden, das jedoch auf Messwerten aus der Galileo-Messkampagne 2002 des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) in einer urbanen Umgebung beruht, verdeutlichen die Bilder&#160;18 bzw&#160;20 in [<a href=\"#lehner_enc_gnss_2009\" >Lehner u.a. 2009<\/a>] zum einen die Vielzahl reflektierender Objekte, zum anderen aber die selbst beim Tempo eines Fu\u00dfg\u00e4ngers zumeist nur kleinen Verweilzeiten eines GPS-Empf\u00e4ngers in den reflektierten Strahlenb\u00fcndeln. Bei der Messwertgewinnung in GPS-Loggern sind oft Zeitabst\u00e4nde gleich 1&#160;s (bei einer Signalerfassungszeit jeweils gleich 1&#160;ms) \u00fcblich &#8211; mit somit bereits erheblich voneinander verschiedenen Empfangssituationen;zur Gr\u00f6\u00dfenvorstellung: Der Abstand der horizontalen Gitterlinien in den oben genannten Bildern&#160;18 bzw.&#160;20 entspricht mit 0,1&#160;&mu;s Umwegunterschieden von 30&#160;m. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Anmerkungen <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"anm_bildsatkante\"><\/a><strong><sup>Anm1<\/sup><\/strong>&#160; Der Strahlengang bei Reflexion stimmt mit dem Strahlengang im <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534#bild_satkante\">Bild&#160;1<\/a> eines Satellitensignals an einer scharfen Kante \u00fcberein, wenn man sich an der Stelle der Kante den Reflexionspunkt eines spiegelnden Objekts denkt, das so ausgerichtet ist, dass das reflektierte Signal den Empf\u00e4nger trifft. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"anm_umwegparab\"><\/a><strong><sup>Anm2<\/sup><\/strong>&#160; Betrachtungen mit Verwendung des Parameters <em>&nu;<\/em>, ebenfalls als <em>&nu;<\/em>&thinsp;=&thinsp;<em>u<\/em>&thinsp;\/&thinsp;(&lambda;\/2) definiert, sind auch in der Theorie der Funk\u00fcbertragungstechnik gebr\u00e4uchlich &#8211; wie ab etwa 1950 bei der zun\u00e4chst mit Analogsignalen betriebenen Richtfunktechnik, aber auch beim Satelliten-TV-Empfang &#8211; beide verwenden st\u00e4rker b\u00fcndelnde Antennen (Empf\u00e4ngerseitig er\u00fcbrigen sie sich dagegen bei den GPS-Anwendungen wegen der prinzipbedingt notwendigen Weitwinkel-Charakteristik der Empfangsantenne). <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Allerdings spielen dabei nur <em>ganzzahlige positive<\/em> Werte von <em>&nu;<\/em> eine Rolle &#8211; als Nummern von Fresnel-<em>Zonen<\/em>. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">&#34;Nummer der Fresnelzone&#34;, &#34;Umweg-Ellipsoid&#34;, &#34;&nu;-Parabel&#34; &#8230;&#160;: Grund des in der deutschsprachigen Literatur bevorzugten Sprachgebrauchs mit der &#8220;Nummer der Fresnel-Zone&#8221; k\u00f6nnte das Anliegen der Unterscheidung gegen\u00fcber dem eigentlich naheliegenden, aber l\u00e4ngst in der Optik vergebenen Begriff &#34;Fresnel-Zahl&#34; sein  &#8211; vergl. z.&#160;B. den Artikel zur <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fresnel-Zahl\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fresnel-Zahl<\/a> in Wikipedia.de; \u00e4hnlich gibt es auch &#34;Fresnel-Ellipsoid&#34; (besonders in Ver\u00f6ffentlichungen in Englisch f\u00fcr den Bereich der 1.&#160;Fresnel-Zone verwendet) eigentlich schon l\u00e4ngst im Zusammenhang mit der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fresnel-Ellipsoid\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Doppelbrechung in Kristallen<\/a>. Gelegentlich findet man aber auch &#34;<em>Fresnel zones<\/em> and the corresponding <em>Fresnel zone ellipsoids<\/em>&#34;, z.&#160;B. in [<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735#orfanidis_2016_18\">Orfanidis 2016\/18<\/a>], Example&#160;18.14.2 (S.&#160;830) &#8211;. So sind wohl auch: &#34;Fresnel-Zone&#34;, &#34;-Parabel&#34;, &#34;-Paraboloid&#34;, &#34;-&#8230;&#34; berechtigte Bezeichnungen.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Unter einer Fresnel-Zone wird jeweils der Bereich zwischen zwei zu ganzzahligen <em>&nu;<\/em> geh\u00f6renden, aufeinanderfolgenden Umweg-Ellipsen (Fresnel-Zonen-Ellipsen, verallgemeinert &#8211; siehe <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735#dreidim\">oben<\/a> &#8211; Umweg-<em>Ellipsoiden<\/em>, Fresnel-Zonen-<em>Ellipsoiden<\/em>) verstanden, von denen sie begrenzt wird. Die Begrenzungsfl\u00e4chen und die Fresnelzonen selbst liegen somit konzentrisch (\u00e4hnlich dem Inneren einer Zwiebel) zur Sichtlinie (LOS), wie auch deren kreisf\u00f6rmige Schnittlinien mit einer zur Sichtlinie rechtwinkligen Schnittebene. Aus den geometrischen Gegebenheiten ergibt sich eine \u00dcbereinstimmung der Fl\u00e4cheninhalte aller mit der Entfernung von der Sichtlinie in immer engerem Abstand aufeinanderfolgenden Zonen. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Die Umwege benachbarter Fresnelzonen-Ellipsen unterscheiden sich definitionsgem\u00e4\u00df jeweils um eine halbe Wellenl\u00e4nge (<em>&lambda;<\/em>&thinsp;\/&thinsp;2). Wegen der damit verbundenen Verz\u00f6gerung besteht eine Gegenphasigkeit der Signale korrespondierender Lagen innerhalb benachbarter Zonen &#8211; die Phasenlagen unterscheiden sich um &pi; bzw. 180&thinsp;\u00b0. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Unter Freifeldgegebenheiten liegt bei sehr gro\u00dfen Entfernungen zum Sender innerhalb der Schnittfl\u00e4che ein homogener Energiedurchsatz vor, sodass wegen der Fl\u00e4chengleichheit jede Fresnelzone den gleichen Beitrag zum Empfangssignal liefert. Aufgrund der Gegenphasigkeit heben die Beitr\u00e4ge aus benachbarten Fresnelzonen paarweise einander auf: Es verbleibt allein der Beitrag aus der ersten Fresnelzone, der innersten, einer Kreisfl\u00e4che. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Querschnittsfl\u00e4che eines Hindernisses einen gr\u00f6\u00dferen Teil oder sogar den gesamten Querschnitt einer einzelnen Fresnelzone vollst\u00e4ndig verdeckt, so dass die resultierende Empfangsenergie verschwindet, ist f\u00fcr die Kreisfl\u00e4che der 1.&#160;Fresnelzone bedeutend gr\u00f6\u00dfer als bei den kreisringf\u00f6rmigen Fresnelzonen h\u00f6herer Ordnung. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Diese erh\u00f6hte Empfindlichkeit erkl\u00e4rt den weit verbreiteten Eindruck, die Signal\u00fcbertragung erfolge allein in der ersten Fresnelzone. Andererseits hat sie in der Funkpraxis die besondere Rolle des Wertes <em>&nu;<\/em>&thinsp;=&thinsp;1 zurfolge: Es gilt der Grundsatz, dass sich zur Vermeidung von Empfangsbeeintr\u00e4chtigungen in der 1.&#160;Fresnelzone keine Hindernisse befinden sollen, die allein schon durch ihre abschattende Wirkung eine Abschw\u00e4chung des innerhalb einer Fresnelzone empfangenen Signals verursachen w\u00fcrden &#8211; entsprechend ihrem Anteil an der Fl\u00e4che der betroffenen Fresnelzone. In der 1.&#160;Fresnelzone geht dieser voll ein. Im Fall \u00e4u\u00dferer Fresnelzonen ist er geometrisch bedingt eher kleiner, und sobald benachbarte Zonen betroffen sind, kann es zu gegenseitiger Aufhebung dieses Einflusses kommen. Die Erfahrung hatte gezeigt, dass schmale Hindernisse toleriert werden d\u00fcrfen, solange ihr Abstand zur Sichtlinie eine Grenze von 60&#160;% des Radius der 1.&#160;Fresnelzone einh\u00e4lt. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Auf den Einfluss eines geometrisch einfachen Objekts von der Gestalt einer &#34;Scharfen Kante&#34; ist im Eintrag &#34;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534#def_nu\">Beugung der GPS-Signale an Kanten abschattender Hindernisse<\/a>&#34; eingegangen. F\u00fcr Fresnelzonen-Betrachtungen interessiert der Fall mit <em>Empfang oberhalb der Schattengrenze<\/em>. Dabei entsprechen den Grenzen der <em>n<\/em>-ten Fresnel-Zonen <em>&nu;<\/em><sub>Fz<\/sub>&thinsp;=&thinsp;<em>n<\/em> betragsgleiche negativ-ganzzahlige <em>&nu;<\/em><sub>KNM<\/sub>&thinsp;=&thinsp;-<em>n<\/em> (&#34;<em>KNM<\/em>&#34;: &#34;<strong>KN<\/strong>ife&#160;edge&#160;<strong>M<\/strong>odel&#34;). <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Gr\u00f6\u00dfenvorstellungen zu den Ausma\u00dfen der Fresnelzonen (nach Umrechnung auch f\u00fcr vom zivilen L2-GPS-Signal abweichende Frequenzen) k\u00f6nnen Bilder im Eintrag &#34;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534\">Beugung der GPS-Signale an Kanten abschattender Hindernisse<\/a>&#34; und das <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735#bild_nue_ellips\">obige Bild&#160;4<\/a> vermitteln. Dort findet man z.&#160;B. f\u00fcr den Durchmesser der 1.&#160;Fresnelzone bei einem Abstand <em>d<\/em>&thinsp;=&thinsp;50&thinsp;m von der L-Band-Empfangsantenne <em>d<\/em><sub>F1<\/sub>&thinsp;=&thinsp;2&thinsp;<em>h<\/em><sub>&nu;=1<\/sub>&thinsp;=&thinsp;6&#160;m; bei den etwa sechsmal gr\u00f6\u00dferen Satelliten-TV-Frequenzen erhielte man nur noch 1&#160;m. Vom Ort der Antenne als Blickpunkt aus entsprechen diesen beiden Werten sehr kleine Winkelablagen gegen\u00fcber der Sichtlinie: 2&thinsp;&#8901;&thinsp;3,4\u00b0 f\u00fcr GPS- bzw. 2&thinsp;&#8901;&thinsp;0,5\u00b0 f\u00fcr Sat-TV-Frequenzen. In dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung bewegen sich die 3-dB-\u00d6ffnungswinkel der Hauptempfangskeule von Richtantennen. (Au\u00dferhalb dieser Betrachtungsweise bleiben Beeintr\u00e4chtigungen durch Umwegsignale, die an gr\u00f6\u00dferen reflektierenden Objekten entstehen und &#8211; falls die Absenkung allein durch die Richtwirkung nicht ausreicht &#8211; durch die Wahl eines geeigneten Aufstellorts der Antenne zu vermeiden sind). <\/p>\n<table style=\"float:right;border:0;margin:14px 8px 6px 6px;\">\n<tr>\n<td style=\"width:302px;\"><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/uebergang_ellipse_parabel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/begr\/Ellipse_Parabel-199x300.jpg\" alt=\"Mit wachsendem Abstand zwischen Sender und Empf\u00e4nger kommt es in deren engerer Umgebung zum \u00dcbergang der Ellipsenverl\u00e4ufe in Parabelverl\u00e4ufe.\" width=\"199\" height=\"300\" ><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"anm_massstab\"><\/a><strong><sup>Anm3<\/sup><\/strong>&#160; &#8211; etwas grob ausgedr\u00fcckt &#34;eine Frage des Ma\u00dfstabs&#34;; <br \/>N\u00e4heres unter Zuhilfenahme der nebenstehenden Darstellungen:<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Im Bild&#160;a) ist eine Umweg-Ellipse dargestellt, als Schnittbild einer Ebene mit einem Kegel (nach unten beliebig lang), in den Brennpunkten der Sender&#160;S (unten) und der Empf\u00e4nger&#160;E. Der (auf der Hauptachse der Ellipse gemessene) Abstand zwischen S oder E und dem jeweils benachbarten Scheitel entspricht einem bestimmten &#8211; verglichen mit dem Abstand zwischen Sender und Empf\u00e4nger relativ gro\u00dfen &#8211; Umweg. F\u00fcr die folgende Betrachtung ist die Darstellung des Kegels in der Seitenansicht besser geeignet &#8211; so in Bild&#160;b) f\u00fcr das Bild&#160;a). <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Die weiteren Bilder kann man sich als in der Weise aus dem Bild&#160;b) entstanden vorstellen, dass der senderseitige Scheitel entlang der Mantellinie&#160;a unter Beibehaltung des an den beiden Scheiteln ablesbaren Umwegs abw\u00e4rts verschoben ist. Dabei nimmt der Winkel &alpha; zwischen der Ellipsenebene und der zur besseren Veranschaulichung parallel zu&#160;a eingetragenen Linie&#160;a&#8217; ab, bei der es sich ihrerseits um die Schnittlinie einer wie die Ellipsenebene senkrecht zur Papierebene ausgerichteten Ebene mit der Papierebene handelt. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Im Bild&#160;d) befindet sich schlie\u00dflich S weit unterhalb der unteren Bildbegrenzung, was der Situation beim Satellitenempfang bereits n\u00e4her kommt. Parallele Lage der Schnittebene (von Sender und Empf\u00e4nger) mit der Kegel-Mantellinie ist aber das Kriterium daf\u00fcr, dass mit der Schnittlinie eine Parabel vorliegt. F\u00fcr einen gegebenen Punkt der (urspr\u00fcnglich einer Ellipse entsprechenden) Schnittlinie ist die Ann\u00e4herung an eine Parabel umso besser, je kleiner der k\u00fcrzeste Abstand dieses Punktes von der a&#8217;-Ebene ist. Dabei wird ersichtlich, dass sich dieser Bereich mit gr\u00f6\u00dferer Entfernung des Empf\u00e4ngers vom Sender in Richtung zum Sender weitet. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"parab_spieg\"><\/a><strong><sup>Anm4<\/sup><\/strong>&#160; Das trifft f\u00fcr alle einfallenden Parallelstrahlen zu, wenn die Reflexionen an einem Spiegel oder an Ausschnitten aus mehreren Spiegeln erfolgen, die selbst die Form einer Parabel haben (Beispiele: Parabolantenne &#8211; ein einziges Paraboloid; Ensemble von Ausschnitten aus vielen <em>&nu;<\/em>-Rotations-Paraboloiden, bei dem eine weitl\u00e4ufige Verwandtschaft mit den Fresnel-Kollektoren der Solartechnik besteht &#8211; nicht zu verwechseln mit der Spiegel-Anordnung, seit bereits viel l\u00e4ngerer Zeit h\u00e4ufig ebenfalls einfach &#34;Fresnel-Spiegel&#34; genannt, des &#34;Fresnelschen (oft richtiger &#34;Doppel&#34;-)Spiegelversuchs&#34; &#8211; N\u00e4heres dazu z.&#160;B. in einem Beitrag in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Augustin_Jean_Fresnel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia<\/a>). <br \/>Zu beliebigen reflektierenden Objekten m\u00fcssten aber eher unterschiedliche Parabelanordnungen zuzuordnen sein. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"strahl_zurueck\"><\/a><strong><sup>Anm5<\/sup><\/strong>&#160;&#160;Im allgemeinen geht es um den Empfang einer Vielzahl von Satelliten. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Der Vorgehensweise zu beispielsweise den <a href=\"#strahlen1und2\">Strahlen <em>I<\/em> und <em>II<\/em><\/a> entspricht die Frage &#34;Wohin gibt ein reflektierendes Objekt die Signale der einzelnen Satelliten weiter?&#34;<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Zur Betrachtung mit <a href=\"#strahl4\">vom Emnpf\u00e4nger ausgehendem Strahl<\/a> k\u00f6nnte die Fragestellung in etwa lauten &#34;Von welcher Stelle am Himmel aus, ggf. von welchem Satelliten, besteht \u00fcber das spiegelnde Objekt eine Empfangsm\u00f6glichkeit?&#34;. Zu diesem Strahlenbild, nur mit entgegengesetzt gerichtetem Durchlauf, w\u00fcrde aber auch die Frage passen &#34;Von wo aus kann man im Spiegel den Empf\u00e4nger sehen?&#34;. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"orientierung_schraeg\"><\/a><strong><sup>Anm6<\/sup><\/strong>&#160; Der Winkel, den die geneigte Ebene und die senkrecht stehende Wand unterhalb der Ebene einschlie\u00dfen, wird umso spitzwinkliger je mehr die Ebene nach oben geneigt wird, so dass eine somit ebenfalls gegen\u00fcber der Wand geneigte Linie <em>l<\/em> kein Einfallslot mehr sein kann. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"idealer_aufstellort\"><\/a><strong><sup>Anm7<\/sup><\/strong>&#160; Ein idealer Aufstellort einer GPS-Empfangsantenne befindet sich unmittelbar am Boden einer weitl\u00e4ufigen horizontalen Ebene &#8211; vgl. die Empfangsbedingungen beim Test von iBlue747, WPL-2000 und PocketGPS&#160;S1\/PG-S1 (&#34;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=3735\">Tests zu den internen Beitr\u00e4gen zum Positionierungs-Fehler &#8230;<\/a>&#34;) in Klaus&#8216; GPS-Ecke. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"anm_babinet\"><\/a><strong><sup>Anm8<\/sup><\/strong>&#160; In dieser urspr\u00fcnglichen Form betrifft das Babinetsche Prinzip die Beugungseigenschaften komplement\u00e4rer fl\u00e4chiger Objekte. Der Ansatz der Komplementarit\u00e4t ist ebenfalls im Babinetschen Prinzip der Funktechnik, speziell in der Antennentechnik, erstmals wohl bei [<a href=\"#verw_booker\" >Booker 1946<\/a>], zu finden. Die komplement\u00e4ren Objekte sind hier der Halbwellendipol und die Schlitzantenne (siehe auch [<a href=\"#verw_wolffradtut\">Wolff Radartutorial<\/a>], [<a href=\"#verw_rolkeant\">Rolke Antennen<\/a>]). Unter Ber\u00fccksichtigung einiger zueinander dualer Gegebenheiten (u.&#160;a. &#34;Strom &hArr; Spannung&#34;, Lage der Einspeisepunkte) stimmen Antennencharakteristiken und -gewinne beider \u00fcberein. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"anm_wandfl\u00e4che\"><\/a><strong><sup>Anm9<\/sup><\/strong>&#160; Beispiel: Die Wandd\u00e4mpfung&#160;<em>d<\/em><sub>w<\/sub> betrage<br \/> <em>d<\/em><sub>w<\/sub>&#160;=&#160;10&#160;dB .<br \/>Dann wird der Beitrag des Fensters zum Signal im Rauminneren bei einer Wandfl\u00e4che vom Zehnfachen der Fensterfl\u00e4che erreicht. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"anm_gro\u00dfesobj\"><\/a><strong><sup>Anm10<\/sup><\/strong>&#160; Bei Objekten beliebiger Gr\u00f6\u00dfe (oder zumindest ausreichender Gr\u00f6\u00dfe, wie z.&#160;B. im Fall eines Empf\u00e4ngers \u00fcber rauem Erdboden, also ohne die f\u00fcr diesen Eintrag vorgenommene Beschr\u00e4nkung auf r\u00e4umlich begrenzte, d.&#160;h. kleine Objekte) sind ohnehin diese drei Arten der Signalweitergabe gleichzeitig anzutreffen &#8211; abh\u00e4ngig von der Orientierung der betrachteten Punkte des Objekts bez\u00fcglich Signalquelle und Empf\u00e4nger; ein kleines Objekt entspricht einem begrenzten Ausschnitt daraus, wobei dann noch die Beugungseffekte an den begrenzenden Konturen zu ber\u00fccksichtigen sind. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Verweise <\/><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"gross_2003\" ><\/a>[Gross 2003] Gross, R.: Lecture Notes of Prof. Gross to the Lectures &#34;Physics 3&#34; (WS 2001\/2002 and WS 2002\/2003), Kapitel 5 Beugung und Interferenz. Walther-Meissner-Institut Bayerische Akademie der Wissenschaften und Lehrstuhl f\u00fcr Technische Physik (E23) Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen, 2003 &#8211; <a href=\"https:\/\/docplayer.org\/14091458-Physik-iii-optik-und-quantenphaenomene.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a> https:\/\/www.wmi.badw.de\/fileadmin\/WMI\/Lecturenotes\/Physics_3\/Gross_Physik_III_Kap_5.pdf<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"keydel_2010\" ><\/a> [Keydel 2010] Keydel, W.: Vorlesungsmanuskripte &#34;1.5 Reflexion, Streuung und Eindringtiefe von EMW&#34; &#8211; Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg 2010 &#8211; <a href=\"http:\/\/keydel.pixelplaat.de\/uploads\/File\/Scattering.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"verw_booker\" ><\/a>[Booker 1946] Booker, Henry G.: Slot aerials and their relation to complementary wire aerials (Babinet&#8217;s principle). Radiolocation, Journal of the Institution of Electrical Engineers &#8211; Part IIIA, 1946, 93. Jg., Nr. 4, S. 620-626, eingesehen <a href=\"https:\/\/de.scribd.com\/document\/118226292\/slot-antenna-theory\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>  am 14.05.2023<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"verw_rolkeant\" ><\/a>[Rolke Antennen] <a href=\"http:\/\/www.wolfgang-rolke.de\/antennas\/ant_200.htm#220\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link<\/a> (www.wolfgang-rolke.de\/antennas)<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"verw_wolffradtut\" ><\/a>[Wolff Radartutorial] <a href=\"https:\/\/www.radartutorial.eu\/06.antennas\/Schlitzantenne.de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link<\/a>  (www.radartutorial.eu)<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"orfanidis_2016_18\" ><\/a>[Orfanidis 2016\/18] Orfanidis, J. S.: Electromagnetic Waves and Antennas, Kap. 18 Radiation from Apertures. Rutgers University, Piscataway, NJ (USA), August 2016 &#8211; <a href=\"https:\/\/www.ece.rutgers.edu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a>. https:\/\/www.ece.rutgers.edu\/ &#8211; Dateidatum 22.07.2016)<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"mich_stre98\" ><\/a>[Michler, Strey 1998]&nbsp; Michler, O.; Strey, M.: DAB-Indoor-Versorgung im L-Band &#8211; Ausbreitungsmessungen und Untersuchungen zur Verbesserung der DAB-Indoor-Versorgung. Schriftenreihe der SLM, Band 6, VISTAS-Verlag, Berlin, 1998 (ISBN 3-89158-222-6).<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"strang2008\" ><\/a>[Strang&#160;ua&#160;2008] T. Strang, F. Schubert, S. Th\u00f6lert, R. Oberweis, u.&#160;a.: Lokalisierungsverfahren. Deutsches Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR), Wessling, 2008 &#8211; <a href=\"https:\/\/elib.dlr.de\/54309\/1\/Lokalisierungsverfahren_v22.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"lehner_enc_gnss_2009\" ><\/a>[Lehner u.a. 2009] Lehner, A.; Steingass, A.; Schubert, F.: A Location and Movement Dependent GNSS Multipath Error Model for Pedestrian Applications. In: Proceedings European Navigation Conference. ENC-GNSS 2009, Neapel &#8211; vergleiche <a href=\"https:\/\/elib.dlr.de\/58613\/1\/pedmodel.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a> (Inhalt der Publikation zug\u00e4nglich dank OpenAccess in der Helmholtz-Gemeinschaft &#8211; <a href=\"https:\/\/os.helmholtz.de\/open-science-in-helmholtz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> OpenAccess in der Helmholtz-Gemeinschaft<\/a>) <\/p>\n<hr style=\"margin-top: 24px;margin-bottom: 6px;text-align:left;margin-left:0;width:30%;\">\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Klaus Dannowski &#8211; <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=9788\">Klaus&#8216; GPS-Ecke<\/a> <br \/><small>O1.O5.2O13<\/small> <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 12px;text-align:right;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stand 14.05.2023 Reflexion der GPS-Signale an kleineren Objekten Im Allgemeinen kann es an der jeweiligen Position der Empfangsantenne des GPS-Loggers f\u00fcr jeden Satelliten mehrere reflektierende Objekte geben. Bild 1: Spiegelnde Reflexion F\u00fcr dieses wie auch f\u00fcr alle weiteren Bilder: F\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Darstellung &#160; &#160; &#34;Klick in das Bild&#34;&#34; Ebenso wird lediglich in Ausnahmef\u00e4llen allein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":8221,"menu_order":20,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3735","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3735"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3735\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11288,"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3735\/revisions\/11288"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}