{"id":4534,"date":"2013-06-01T21:35:38","date_gmt":"2013-06-01T19:35:38","guid":{"rendered":"http:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534"},"modified":"2025-02-22T16:48:18","modified_gmt":"2025-02-22T15:48:18","slug":"beugung-der-gps-signale-an-kanten-abschattender-hindernisse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534","title":{"rendered":"Beugung der GPS-Signale an Kanten abschattender Hindernisse"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin-top: -12px;margin-bottom: 26px;font-size:0.7em;\">Stand 05.08.2020<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 12px;text-align:right;\">\n<p class=\"para-header\">Ausbreitungshindernisse beim Satellitenempfang <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Selbst bei gro\u00dfen Erhebungswinkeln der Satelliten \u00fcber dem Horizont ragt oft (zeitlich und \u00f6rtlich; die &#34;Elevation&#34; der Satelliten erreicht nur selten 90\u00b0) eine Vielzahl von Objekten, z. B. Bauwerke oder Berge, nach oben oder auch mehr seitlich in die Sicht-Linie Satellit &#8211; Empf\u00e4nger hinein. F\u00fcr den Empf\u00e4nger verdecken sie so die Sicht zum Satellit. Dennoch breiten sich die GPS-Funkwellen von den Kanten (waagerechten, geneigten, senkrechten) der Hindernisse ausgehend aufgrund von <\/p>\n<p class=\"para-header\">Beugung (Diffraktion) <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\"> in den gegen\u00fcber dem direkten Signal abgeschatteten Bereich aus, wo sie zusammen mit den aus Reflexionen stammenden Signalbeitr\u00e4gen desselben Satelliten die Empfangsantenne erreichen &#8211; auf einem Weg, der wie bei diesen ebenfalls stets l\u00e4nger ist als die direkte (LOS-) Entfernung. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Auswirkung der kleinen Wellenl\u00e4nge<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Allerdings ist es eine Gegebenheit der kleinen Wellenl\u00e4nge der GPS-L1-Frequenz (&lambda;&nbsp;&asymp;&nbsp;19&nbsp;cm), dass der Pegel der weitergegebenen Satellitensignale abh\u00e4ngig vom \u00dcberstand der Kante \u00fcber der Verbindungslinie Satellit-Empf\u00e4nger bereits bei Umwegen von maximal 1&#160;m rasch abnimmt. So spielt bei \u00fcblichen mobil genutzten GPS-Ger\u00e4ten weniger der vergleichsweise kleine Umweg der gebeugten GPS-Signale der Satelliten eine Rolle als der Umstand, dass dieser Pegelverlust bei der auf der Beugung beruhenden Ausbreitung dazu f\u00fchrt, dass der Empf\u00e4nger nur noch die im NLOS-Bereich mit weniger abgesenkten Pegeln, aber gr\u00f6\u00dferen Umwegen behafteten reflektierten Signalbeitr\u00e4ge erh\u00e4lt<a href=\"#beugung_grundplatte\" ><sup><b>Anm1)<\/b><\/sup><\/a>. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Fresnel-Beugung und Fraunhofer-Beugung<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Abh\u00e4ngig von der Entfernung des beugenden Objekts vom Empf\u00e4nger einerseits und der Ausdehnung des Objekts andererseits wird dabei zwischen Fresnel-Beugung und Fraunhofer-Beugung unterschieden<a href=\"#anmerkung_kante\" ><sup><b>Anm2)<\/b><\/sup><\/a>. F\u00fcr Betrachtungen zum GPS-Empfang k\u00f6nnen beugende Hindernisse in Entfernungen von einigen hundert Wellenl\u00e4ngen durchaus noch von Bedeutung sein. Diesem Bereich wird die Behandlung als Fraunhofer-Beugung gerecht. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Modell der &#34;scharfen Kante&#34; &#8211; &#34;Knife-Edge&#34;-Model <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Praktisch vorkommende langgestreckte Hindernisse gr\u00f6\u00dferer Ausdehnung kann man sich idealisierend durch eine abschattende Halbebene ersetzt denken. Zur theoretischen Behandlung der Beugung, hier als Fresnel-Beugung, wird von einer rechteckigen \u00d6ffnung in einer im Vergleich zur Wellenl\u00e4nge d\u00fcnnen, f\u00fcr die Wellen undurchl\u00e4ssigen Platte ausgegangen mit der Signalquelle auf der einen und dem Empf\u00e4nger auf der anderen Seite der Platte ([<a href=\"#gross_2003\" >Gross 2003<\/a>], [<a href=\"#orfanidis_2014_18\" >Orfanidis 2016\/18<\/a>]): S\u00e4mtliche (also <em>in der Ebene der Platte<\/em> gelegenen) Punkte der \u00d6ffnung sowie die Berandungen der \u00d6ffnung sind Ausgangspunkt von Elementarwellen. Die Signalintensit\u00e4t am jeweiligen Ort des Empf\u00e4ngers ergibt sich aus der Summation nach Betrag und Phase (&#34;phasen- und betragsbewertete&#34; Summation &#8211; entspricht &#34;\u00dcberlagerung&#34;, &#34;Interferenz&#34;) aller dort eintreffenden Elementarwellen mit von den jeweils durchlaufenen Strecken bestimmten Betr\u00e4gen und Phasenlagen. Das Verhalten an der abschattenden Halbebene erh\u00e4lt man anschaulich, wie auch in der mathematischen Herleitung, durch Grenz\u00fcbergang von Breite und H\u00f6he der rechteckigen \u00d6ffnung gegen &#8734;: Aus dem Rechteck wird eine &#34;scharfe Kante&#34;, engl. &#34;<em>knife-edge<\/em>&#34;, &#34;<em>straight-edge<\/em>&#34; <em>diffraction<\/em>. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">In [<a href=\"#gross_2003\" >Gross 2003<\/a>], Seiten&#160;215, 216, wird &#8211; bezogen auf die langgestreckte und geradlinige Kante (&#34;Scharfe Kante&#34;, Fall der abschattenden &#34;Halbebene&#34;) &#8211; angemerkt, dass von der Kante ein Intensit\u00e4tsverlauf ausgeht, der nicht nur im Schatten- sondern auch im hellen Bereich dem einer &#34;divergierenden, zylindersymmetrischen Kantenwelle&#34; entspricht, die von einer Linienquelle im Bereich der Kante stammt<a href=\"#helle_kante\"><sup><b>Anm3)<\/b><\/sup><\/a>. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Berechnung der Beugungs-D\u00e4mpfung &#8211; Beugungsparameter <em>&nu;<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Bei [<a href=\"#gross_2003\" >Gross 2003<\/a>] m\u00fcndet die Herleitung zur aufgrund der Beugung am Empf\u00e4nger zu erwartenden Intensit\u00e4t in der grafischen Veranschaulichung (Seiten 214&#160;-&#160;215: Cornu-Spirale). In [<a href=\"#orfanidis_2014_18\" >Orfanidis 2016\/18<\/a>], S.&#160;827&#160;&#8211;&#160;829, resultiert die allgemeine mathematische Herleitung bei Zahlenwerten in einer zugeschnittenen Formel f\u00fcr die Beugungsd\u00e4mpfung (Gl.&#160;18.14.9), zu der als Bezug auf (Gl.&#160;31) &#8211; ebenfalls f\u00fcr die Beugungsd\u00e4mpfung &#8211; in der f\u00fcr Ausbreitungs-Berechnungen bzw. -Prognosen eigentlich terrestrischer Funkverbindungen vorgesehenen ITU-Empfehlung [<a href=\"#itu_526-14\" >ITU_526-14<\/a>], Seite 19, verwiesen ist. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;\">Allein den Pegelunterschied &Delta;&thinsp;<em>p<\/em> gegen\u00fcber dem LOS-Anteil (auch als Kantenbeugungsd\u00e4mpfung <em>a<\/em>&zwj;&thinsp;&zwj;<sub>b<\/sub> angegeben) bestimmender Parameter ist demnach <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;padding-left: 25px;\"><a id=\"def_nu\"><\/a>der durch das Hineinragen der Kante in den \u00dcbertragungsweg gegebene Beugungsparameter <em>&nu;<\/em> (griech. Buchstabe &#34;<em>n\u00fc<\/em>&#34;, &#34;<em>ny<\/em>&#34;). Bei ihm handelt es sich um den auf die <em>halbe Wellenl\u00e4nge<\/em> bezogenen Umweg <em>u<\/em>, um den der vom Sender zum Empf\u00e4nger verlaufende Weg (also die Summe der jeweils geradlinig zwischen Sender bzw. Empf\u00e4nger und Kante gemessenen Verbindungslinien) l\u00e4nger ist als die Verbindung entlang der (ggf. verdeckten) Sichtlinie zwischen beiden &#8211; also <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;padding-left: 45px;\"><em>&nu;<\/em> =&thinsp;&zwj;<em>u<\/em>&thinsp;&zwj;\/&zwj;&thinsp;&zwj;(&lambda;\/2). <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;padding-left: 25px;\">Im Fall des Satellitenempfangs entsteht ein relevanter Wegunterschied allein zwischen Kante und Empfangsantenne. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Oberfl\u00e4chlich betrachtet unterscheiden sich Gl.&#160;18.14.8 (Orfanidis) und Gl.&#160;31 (ITU). Der Grund ist die unterschiedliche Vorzeichenwahl von <em>&nu;<\/em> &#8211; in  [<a href=\"#itu_526-14\" >ITU_526-14<\/a>] wie in der GPS-Literatur \u00fcberwiegend gebr\u00e4uchlich: <\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\"><a id=\"nu_wahl\" ><\/a>Kante unterhalb Schattengrenze (LOS-Empfang): <em>&nu;<\/em>&#160;&lt;&#160;0&thinsp;,<\/li>\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\">\nKante an Schattengrenze: <em>&nu;<\/em> = 0 ,<\/li>\n<li style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;\">\nKante oberhalb LOS (Empfang im abgeschatteten Bereich): <em>&nu;<\/em> &gt; 0 .<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Das Vorzeichen in [<a href=\"#orfanidis_2014_18\" >Orfanidis 2016\/18<\/a>] ist entgegengesetzt dazu<a href=\"#nu_vorzeichen\"><sup><b>Anm4)<\/b><\/sup><\/a>:<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;padding-left: 25px;\">\n<em>&nu;<\/em>&zwj;&thinsp;&zwj;=&thinsp;&zwj;<em>&nu;<\/em>&zwj;&thinsp;&zwj;<sub>ITU<\/sub>=&zwj;&thinsp;&zwj;<b>&#8211;<\/b><em>&nu;<\/em>&zwj;&thinsp;&zwj;<sub>Orfani<\/sub>&zwj;&thinsp;&zwj;  .  <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Sind die Kanten \u00fcblicher Hindernisse im Unterschied zur idealisierenden scharfen Kante (Rundungsradius in der Gr\u00f6\u00dfenordnung eines Teils einer Wellenl\u00e4nge) abgerundet (Rundungsradius in der Gr\u00f6\u00dfenordnung einzelner Wellenl\u00e4ngen), so kommt es in diesem Kantenbereich bei <em>&nu;<\/em>&#160;&gt;&#160;0 selbst wiederum zur Abschattung der an der Original-Schattengrenze entstandenen gebeugten Elementarwellen. Das wird mit einem vom Rundungsradius abh\u00e4ngigen Zuschlag zur Beugungsd\u00e4mpfung der scharfen Kante ber\u00fccksichtigt (siehe z.&#160;B. [<a href=\"#itu_526-14\" >ITU_526-14<\/a>], S. 19). So ist erstrecht davon auszugehen, dass die Pegel gebeugter Funk-Signale im abgeschatteten Gebiet fast immer von denen der Beitr\u00e4ge aus Reflexionen \u00fcbertroffen werden. Dagegen ist im LOS-Fall (<em>&nu;<\/em>&#160;&lt;&#160;0) als Effekt eines endlichen Rundungsradius die Entstehung zus\u00e4tzlicher Elementarwellen (wenn nicht sogar das Zustandekommen von Reflexion) an der Kantenrundung mit der Folge eines Pegelzuwachses, wegen der innerhalb der Rundung ver\u00e4nderlichen Entstehungsorte aber auch st\u00e4rker ausgepr\u00e4gten Pegel\u00e4nderungen \u00fcber <em>&nu;<\/em> denkbar. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Der Beugungsparameter <em>&nu;<\/em> beim Satellitenempfang <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Neben weiteren ebenfalls aus der Theorie hervorgegangenen Ans\u00e4tzen zur zahlenm\u00e4\u00dfigen Absch\u00e4tzung einer Vielzahl terrestrischer Ausbreitungssituationen enth\u00e4lt die ITU-Empfehlung [<a href=\"#itu_526-14\" >ITU_526-14<\/a>] auf den Seiten 16&#160;und&#160;17 mehrere Bilder und Berechnungsformeln f\u00fcr den Beugungsparameter <em>&nu;<\/em>.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\"><a id=\"bild_satkante\" ><\/a>  <\/p>\n<div id=\"attachment_3553\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 393px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/satkante.jpg\" title=\"Umweg beim Satellitenempfang\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"227\" class=\"size-full wp-image-3553\"><\/p>\n<p class=\"wp-caption-text\"><small>Bild 1: Umweg <em>u<\/em> beim Satellitenempfang <br \/>\u00fcber eine scharfe Kante<\/small><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Der Situation beim Satellitenempfang kommt das Bild&#160;8a) auf Seite&#160;17 am n\u00e4chsten. Es l\u00e4sst sich leicht an die Gegebenheiten des Satellitensenders anpassen &#8211; siehe Bild&#160;1 (rechts): Aufgrund der sehr gro\u00dfen Entfernung zur Satellitenantenne wird dort die Teilstrecke &#34;Sender&#160;&#8211;&#160;Kante&#34;, <em>d<\/em><sub>1<\/sub>, sehr gro\u00df und geht somit in eine Parallele zur gegebenenfalls verdeckten Sichtlinie \u00fcber (Wellenfronten eben)<a href=\"#anm_strahlverlauf\" ><sup><b>Anm5)<\/b><\/sup><\/a>. Dabei geht somit im oben genannten Bild&#160;8a <em>&alpha;<\/em><sub>1<\/sub> gegen&#160;0, und zugleich werden <em>&alpha;<\/em><sub>2<\/sub> und &Theta; einander gleich. Abh\u00e4ngig von der Elevation des Satelliten und der Ausrichtung der Kante ist die Darstellung lediglich noch durch Neigen der Darstellung auf den Satelliten auszurichten und ggf. zwecks Anpassung an eine  <br \/>&#160;&#160;&#160;<a id=\"geneigte_kante\" ><\/a>gegen\u00fcber der Horizontebene geneigte Kante <br \/>um die Sichtlinie zu rotieren. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\">Mit dieser Ausrichtung findet sich der Umweg allein bei der Verbindung &#34;Kante&#160;&#8211;&#160;Empf\u00e4nger&#34; als <em>u<\/em> im rechtwinkligen Dreieck rechts mit den Seiten<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;padding-left:12px;\">&#34;Lot von der Kante auf die Sichtlinie&#34;<br \/>\n&#34;Verbindung <em>E<\/em> mit dem Fu\u00dfpunkt dieses Lots&#34;<br \/>\n&#34;Verbindung <em>E<\/em> mit der Kante&#34;.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Der Betrag des  Beugungsparameters&#160;<em>&nu;<\/em> (siehe obige <a href=\"#def_nu\" >Definition<\/a>) berechnet sich daraus gem\u00e4\u00df<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;padding-left: 35px;\"><em>&nu;<\/em> =<em>u<\/em>\/(&lambda;\/2) .<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">\nErgebnis einer einfachen <a id=\"mark_herleitung_beugung\" ><\/a><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/pdf\/Herleitung_Satdreieck.pdf\">Herleitung<\/a> sind die Berechnungsformeln f\u00fcr <em>&nu;<\/em> (Bezeichnungen siehe Bild&#160;1) <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 12px;\">&#8211; abh\u00e4ngig von <em>h<\/em>: <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 12px;padding-left: 35px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/sat_gl1.jpg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"57\" ><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 12px;\">&#8211; abh\u00e4ngig von <em>&Theta;<\/em>: <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 12px;padding-left: 35px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/sat_gl2.jpg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"47\"  ><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 12px;\">Beispiele f\u00fcr Zahlenwerte des Betrags von <em>&nu;<\/em>, Satellitenfrequenz <em>f<\/em>&#160;=&#160;1575&#160;MHz, sind den beiden folgenden Diagrammen zu entnehmen (zum Vorzeichen siehe <a href=\"#nu_wahl\" >oben<\/a>). <\/p>\n<table style=\"vertical-align:top; border-spacing:15px;width:98%;margin-bottom: 6px;\">\n<tr>\n<td style=\"width:48%;vertical-align:top;line-height:100%;\"><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/nu_h_d.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/nu_h_d-300x226.jpeg\" alt=\"\" title=\"Verlauf des Beugungsparameters &nu;=f(h) f\u00fcr einige typische Fu\u00dfpunktabst\u00e4nde\" width=\"300\" height=\"226\" ><\/a><br \/><small>Bild 2: Verlauf des Beugungsparameters <em>&nu;<\/em> abh\u00e4ngig vom \u00dcberstand <em>h<\/em><\/small><\/td>\n<td style=\"width:48%;vertical-align:top;padding-left:8px;line-height:100%;\"><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/nu_theta_d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/nu_theta_d-300x226.jpg\" title=\"Verlauf des Beugungsparameters &nu;=f(&Theta;) f\u00fcr einige typische Fu\u00dfpunktabst\u00e4nde\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"226\" ><\/a><br \/><small>Bild 3: Verlauf des Beugungsparameters <em>&nu;<\/em> <br \/>abh\u00e4ngig vom Erhebungswinkel&#160;<em>&Theta;<\/em> der Kante <br \/>\u00fcber der Sichtlinie <\/small><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Mit dem gefundenen <em>&nu;<\/em>-Wert wird dann die Kantenbeugungsd\u00e4mpfung&#160;<em>a<\/em><sub>b<\/sub> bestimmt. Eine Formel f\u00fcr den abgeschatteten Bereich und ein Diagramm finden sich in [<a href=\"#itu_526-14\" >ITU_526-14<\/a>], Seite 18, als Gl. (31) bzw. Figure 9 oder in [<a href=\"#orfanidis_2014_18\" >Orfanidis 2016\/18<\/a>], Seite&#160;829 (Gl.&#160;18.14.8) bzw. Fig.&#160;18.14.2 ebenfalls auf Seite&#160;829. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Bemerkenswerte Einzelheiten der Beugungsd\u00e4mpfung:<\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">\n<li>Bereits bei |<em>&nu;<\/em>|&#160;=&#160;2 &#8211; entspricht einem Umweg von nur erst 19&#160;cm &#8211; wird im abgeschatteten Bereich <em>a<\/em><sub>b<\/sub>&#160;=&#160;20&#160;dB erreicht.<\/li>\n<li>Die von der Kante ausgehenden Elementarwellen erreichen auch eine Empfangsantenne, die sich noch im LOS-Gebiet befindet. Letztlich ist es wohl deren Interferenz mit den Wellen des LOS-Signals, die den abh\u00e4ngig von <em>&nu;<\/em> um den LOS-Wert pendelnden Pegelverlauf verursacht.<\/li>\n<li>Bei <em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;0 bewirkt die Interferenz aus LOS-Signal und Kanten-Signal zusammen mit der einsetzenden Abschattung eine Absenkung der Intensit\u00e4t des resultierenden Signals (z.&#160;B. die Empfangsspannung) gegen\u00fcber der des LoS-Signals auf die H\u00e4lfte entsprechend einer Pegelabsenkung um 6&#160;dB<a href=\"#6db_anmerk\" ><sup><b>Anm6)<\/b><\/sup><\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<table style=\"vertical-align:top; border-spacing:15px;width:98%;margin-bottom: 0px;\">\n<tr>\n<td style=\"width:48%;vertical-align:middle;line-height:100%;padding-right:10px;\"><a id=\"ueberstand_h\" ><\/a><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/beug\/sat_knifeedge_parab.jpg\" ><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/beug\/sat_knifeedge_parab-300x279.jpg\" title=\"\u00dcberstand h der scharfen Kante  \u00fcber der Sichtlinie abh\u00e4ngig von ihrem Fu\u00dfpunktabstand d zum Empf\u00e4nger\" alt=\"\u00dcberstand h der scharfen Kante \u00fcber der Sichtlinie abh\u00e4ngig von ihrem Fu\u00dfpunktabstand d zum Empf\u00e4nger\" width=\"300\" height=\"279\" ><\/a><br \/><small>Bild 4 &#8211; Beugung beim Satellitenempfang: <br \/>Verlauf des \u00dcberstands <em>h<\/em> der Kante \u00fcber deren Abstand <em>d<\/em> zur Empfangsantenne<\/small><\/td>\n<td>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Eine interessante Fragestellung ist noch die nach der H\u00f6he bzw. dem \u00dcberstand &#160;<em>h<\/em> der Kante \u00fcber der Sichtlinie bei vorgegebenem Betrag des Beugungsparameters&#160;<em>&nu;<\/em>. Sie gehorcht der Gl.&#160;3  der <a href=\"#mark_herleitung_beugung\" >obigen<\/a> einfachen Herleitung:<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;padding-left: 20px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/gegeb\/sat_gl3.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"53\" ><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Bei den Verl\u00e4ufen im Plot von Bild&#160;4 handelt es sich somit um die \u00c4ste von Parabeln, deren Scheitel bei<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 10px;padding-left: 50px;\"><em>d<\/em><sub>0<\/sub> = &#8211; <em>&nu;<\/em>&#183;&lambda;\/4 <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;font-size:0.8em;\">&lt;&#160;&#160;<a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/beug\/sat_knifeedge_parab.jpg\">Klick<\/a> f\u00fcr gr\u00f6\u00dferes Bild<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">liegen. Aus dem Parabelverlauf ergibt sich, dass <em>h<\/em> schw\u00e4cher als linear mit dem Abstand von der Empfangsantenne w\u00e4chst. <\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Unter einem Vorbehalt kann an der zur Position (<em>d<\/em>&zwj;,&zwj;<em>h<\/em>) der Kante geh\u00f6renden Parabel der Wert von <em>&nu;<\/em> abgelesen werden. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;\">Der Vorbehalt:<\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">\n<li>Im durch das Hindernis abgeschatteten Bereich (&#34;Kante oberhalb der Schattengrenze [&equiv;&#160;LOS\/Sichtlinie entlang der Kante]&#34;; 1.&#160;Quadrant des Diagramms) ist auf die abgelesenen <em>&nu;<\/em>-Werte das positive Vorzeichen anzuwenden. <\/li>\n<li>Im Bereich mit LOS-Beteiligung (&#34;Kante unterhalb der Schattengrenze&#34;; 4.&#160;Quadrant des Diagramms) ist auf die abgelesenen <em>&nu;<\/em>-Werte &#8211; wie dort bereits angetragen &#8211; das negative Vorzeichen anzuwenden. <\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"para-header\">Grafische Veranschaulichung: Ein Beispiel <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Interessanter als allein die Darstellung von Rechenergebnissen f\u00fcr <em>&nu;<\/em> erscheint allerdings die folgende geometrisch anschauliche Interpretation von Bild&#160;4. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Sie besteht darin, gedanklich die <em>d<\/em>,<em>h<\/em>-Ebene so zu orientieren, dass die beugende Kante zu einem Lot auf sie wird (die Bickrichtung auf das Bild liegt nun parallel zur Kante), und die Abszissenachse mit der &#8211; falls erforderlich auch durch das Kantenobjekt <em>hindurch<\/em> fortgesetzt zu denkenden &#8211; Sichtlinie zur Deckung zu bringen. Im Koordinatenursprung wird der <span style=\"text-decoration: underline\">Empf\u00e4nger<\/span> angenommen, wobei nun &#8211; ma\u00dfst\u00e4bliche Anpassung vorausgesetzt &#8211; <em>d<\/em>&#160;und <em>h<\/em>&#160;die Positionen <span style=\"text-decoration:underline\">der Kante<\/span>  bzw. <span style=\"text-decoration:underline;\">deren Lot auf die Sichtlinie<\/span> angeben. Dieses Vorgehen soll mit dem Bild&#160;5 verdeutlicht werden (Teilung beider Achsen in Metern<a href=\"#anm_schlank\" ><sup><b>Anm7)<\/b><\/sup><\/a>). <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Dabei hat man sich den Satellit &#34;rechts vom Empf\u00e4nger&#34; vorzustellen und die Abszissenachse (zugleich die Sichtlinie, LOS, und die &#34;Parabel&#34; f\u00fcr <em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;0) zusammen mit den Parabeln zum Satelliten ausgerichtet, also um eine parallel zur Kante verlaufende Achse aufw\u00e4rts geneigt, zu denken. Beim Neigen verringert sich in der <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=4534#bild_satkante\" >obigen Darstellung zur Definition des Umwegs<\/a> (in Bild&#160;1) der lotrechte Abstand&#160;<em>h<\/em> entsprechend dem Cosinus des Elevationswinkels des Satelliten, nimmt also mit dessen Anhebung \u00fcber den Horizont ab, bis die Kante die Sichtlinie frei gibt oder auch von ihr \u00fcberragt wird (dann mit negativem Vorzeichen entsprechend den unteren Parabel\u00e4sten). Von der Horizontalen abweichende Kanten k\u00f6nnen durch Rotieren der Darstellung um die LOS-Linie Ber\u00fccksichtigung finden<a href=\"#rotat_anmerk\" ><sup><b>Anm8)<\/b><\/sup><\/a>. <\/p>\n<table style=\"vertical-align:top; border-spacing:15px;width:98%;margin-bottom: 0px;\">\n<tr>\n<td style=\"vertical-align:top;width:60%;\">\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Zwei Zuordnungen der Positionen von Empfangsantenne (im Koordinatenursprung: 0,0) und idealer Kante (\u00fcberragt die Antenne um 15&#160;m) sind besonders hervorgehoben &#8211; zus\u00e4tzlich verdeutlicht im Bild&#160;6 (f\u00fcr das Zustandekommen der Positionszuordnungen ist es unerheblich ob der Empf\u00e4nger bewegt wird oder, wie im Bild angedeutet, das Kanten-Objekt):<\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">\n<li>Schnittpunkt der Kantenpositions-Linie mit der Parabel (Farbe: <em>dunkelblau<\/em>) &#34;<em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;5&#34;<br \/>Die Sichtlinie verl\u00e4uft oberhalb der Kante &#8211; LOS-Situation.<\/li>\n<li>Schnittpunkt mit der 2.  der hellblauen Parabeln <em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;-2<br \/>Die Empfangsantenne ist gegen den Satellit durch das Kantenobjekt abgeschattet.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Unter Ber\u00fccksichtigung des Abbildungsma\u00dfstabs l\u00e4sst sich der Abstand beider Positionen aus der Grafik zu etwa 18,5&#160;m ermitteln: Wird der Empf\u00e4nger um diese Entfernung auf das Kanten-Objekt zu bewegt (w\u00e4re im Bild&#160;6 nach rechts) bzw. wie im Bild&#160;6 das Kantenobjekt n\u00e4her zum Empf\u00e4nger (also nach links), \u00e4ndert sich der Beugungsparameter von <em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;5 auf <em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;-2.<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"vertical-align:middle;padding-left:6px;;line-height:100%;\">\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: -1px;\"><a id=\"kante_30grd\"><\/a><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/beug\/30grad_Ueberblick.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/beug\/30grad_Ueberblick-300x126.jpg\" alt=\"\" title=\"Bild&#160;5 (Achsenteilungen in m): Satellitenempfang hinter einer scharfen Kante (H\u00f6he 15&#160;m \u00fcber der Empfangsantenne); GPS-Satellit 30&thinsp;\u00b0 \u00fcber dem Horizont\" width=\"300\" height=\"166\"><\/a><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;\"><small>Zum Vergr\u00f6\u00dfern Bild anklicken<\/small><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\"><small>Bild&#160;5 (Achsenteilungen in m): Satellitenempfang hinter einer scharfen Kante (H\u00f6he 15&#160;m \u00fcber der Empfangsantenne); GPS-Satellit 30&thinsp;\u00b0 \u00fcber dem Horizont<\/small><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/beug\/30grad_Detail-300x133.jpg\" alt=\"\" title=\"Empfang hinter einer scharfen Kante (Ausschnitt aus Bild 5)\" width=\"300\" height=\"166\"><br \/><small>Bild&#160;6: Einzelheiten zu Bild&#160;5<\/small><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Weiter von Interesse ist der Verlauf jenseits des streifenden Vorbeigangs der Sichtlinie an der Kante (mit <em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;0), d.&#160;h. bei Werten <em>&nu;<\/em>&#160;&lt;&#160;0. Hier bel\u00e4uft sich die Wegstrecke f\u00fcr <em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;0 bis <em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;-2 auf 6,5&#160;m. Innerhalb dieser w\u00fcrde sich bei dem idealisierenden Knife-Edge-Modell die Beugungsd\u00e4mpfung von 6&#160;dB auf ca. 20&#160;dB \u00e4ndern. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Anhand von Bild&#160;5 ist leicht die Abh\u00e4ngigkeit der jeweiligen Wegstrecken von der Elevation des Satelliten f\u00fcr ein bestimmtes beugendes Hindernis zu erkennen: Mit gr\u00f6\u00dferer Elevation werden die Strecken k\u00fcrzer, wobei aber geometrisch bedingte Grenzwerte wirksam sind. F\u00fcr die Strecke des obigen <em>&nu;<\/em>-Bereichs bel\u00e4uft sich der Grenzwert auf ca. 6,5&#160;m. Zu ihm geh\u00f6rt eine Elevation von ca. 80\u00b0. Weil sich dabei die Antenne bereits lotrecht unter der Kante befindet, ist f\u00fcr diesen Kanten\u00fcberstand (15&#160;m gegen\u00fcber der Antenne) bei noch gr\u00f6\u00dferer Elevation eine Abschattung st\u00e4rker als auf <em>&nu;<\/em>&#160;=&#160;-2 nicht mehr erreichbar. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Grenzen des Knife-Edge-Modells <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\"> Reale Empfangsumgebungen, die dieser einfachen Situation des Knife-Edge-Modells entsprechen, sind allergings nur selten anzutreffen sondern geh\u00f6ren eher zu den Ausnahmen. Das gilt u.&#160;a. f\u00fcr die als sehr gro\u00df vorausgesetzte L\u00e4nge der Kante. Naheliegend ist hier die Vorstellung, dass sich die kurze Kante, anders als die ideal lange Kante innerhalb einer gegen\u00fcber dieser begrenzten, sogar eher kleinen Anzahl von Fresnelzonen erstreckt, die sich dann zudem abh\u00e4ngig von der Position der Empfangsantenne bez\u00fcglich der Kante \u00e4ndert. Besonders im LOS-Fall k\u00f6nnte eine Auswirkung der kleinen Anzahl eine &#8211; verglichen mit dem idealen Knife-Edge-Modell &#8211; Vergr\u00f6\u00dferung der Pendelungen des Empfangspegels \u00fcber <em>&nu;<\/em> sein. Hinzukommen Beitr\u00e4ge sich regelm\u00e4\u00dfig an den Enden kurzer horizontaler Kanten anschlie\u00dfender vertikaler oder geneigter Kanten. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Ebenfalls selten wird die Ausrichtung der Kante orthogonal zur Sichtlinie zutreffen.  <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Aufgrund der Erhebung der Satelliten (Elevation) werden zudem sowohl umliegende Objekte als auch der Boden von an anderen Objekten gebeugten Wellen getroffen. Das bedeutet deren mehr oder weniger kontinuierliche Ausleuchtung mit gebeugten, dabei unterschiedlich verz\u00f6gerten Wellen des GPS-Signals, die wiederum infolge Spiegelung bzw. Streuung an die Empfangsantenne gelangen k\u00f6nnen<a href=\"#anm_auswahl\" ><sup><b>Anm9)<\/b><\/sup><\/a>.  <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Eine weitere Auff\u00e4lligkeit zeigt sich im Zusammenhang mit der Ver\u00e4nderung der Distanz zwischen den Positionen gegebener <em>&nu;<\/em>-Werte. Wie oben mit Verweis auf z.&#160;B. [<a href=\"#gross_2003\" >Gross 2003<\/a>], Seiten&#160;215, 216 erw\u00e4hnt, hat man davon auszugehen, dass den von beugenden geradlinigen Kanten ausgehenden Sekund\u00e4rwellen, die einerseits (Empfang oberhalb der Kante) mit den direkt zur Antenne gelangenden Wellen interferieren, andererseits in den abgeschatteten Bereich strahlen, die Gestalt von Zylinderwellen zugrundeliegt. Die f\u00fcr sie charakteristische mit dem Radius bzw. den Abst\u00e4nden, Distanzen, zunehmende D\u00e4mpfung, aufgrund deren sich beispielsweise die Welligkeit des Empfangspegels oberhalt der Abschattungsgrenze veringern w\u00fcrde, tritt im Knife-Edge-Modell nicht in Erscheinung: Einzige Variable ist der Beugungsparameter&#160;<em>&nu;<\/em>.<\/p>\n<p class=\"para-header\">Messbeispiel f\u00fcr die Beugungsd\u00e4mpfung <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">Die Praxistauglichkeit einer gefundenen mathematischen L\u00f6sung ergibt sich aus dem Vergleich mit gemessenen Verl\u00e4ufen. F\u00fcr den Fall der L-Band-Frequenzen der GPS-Signale w\u00fcrden geeignete Testaufbauten zur Beschaffenheit der Kantenbeugung, z.&#160;B. mit leitenden Platten in einer reflexionsarmen Umgebung, einen erheblichen Aufwand bedingen. Allerdings d\u00fcrften wohl kaum jemals Zweifel bestanden haben, dass an entsprechenden f\u00fcr h\u00f6here Funkfrequenzen ausgelegten, weniger unhandlichen Testaufbauten zum Verlauf der Kanten-Beugungsd\u00e4mpfung gewonnene Resultate <em>prinzipiell<\/em> auf L-Bandfrequenzen \u00fcbertragen werden d\u00fcrfen. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\"><a id=\"messung_kante\" ><\/a>Um so interessanter ist die aus der Mehrwegkanal-Messkampagne des DLR von 2002 stammende Fig.&#160;2 in [<a href=\"#lehner_enc_gnss_2009\" >Lehner u.a. 2009<\/a>]. Mit ihr liegt die Gegen\u00fcberstellung eines an einer Geb\u00e4udekante bei gro\u00dfem Dynamikbereich der Messung gewonnenen Verlaufs mit dem nach dem Knife-Edge-Modell berechneten Verlauf vor. Trotz einiger Auff\u00e4lligkeiten darf sie &#8211; ganz besonders hinsichtlich des Verlaufs beim Empfang mit abgeschattetem Satellit &#8211; als Best\u00e4tigung des Knife-Edge-Modells gelten. &#34;Auff\u00e4lligkeiten&#34;: Es ist zu vermuten, dass mehrere st\u00f6rende Einfl\u00fcsse am Messergebnis beteiligt sind. Zu diesen Einfl\u00fcssen geh\u00f6rt, dass ein Hindernis in Gestalt einer Geb\u00e4udefront im Unterschied zur idealisierenden scharfen Kante eine sehr begrenzte L\u00e4ngsausdehnung aufweist, mit verschiedenartigen Auswirkungen, u.&#160;a. indem sich an den Geb\u00e4udeenden in anderer Richtung verlaufende Kanten anschlie\u00dfen, allerdings eher mit gr\u00f6\u00dferem <em>&nu;<\/em>-Wert, somit kleinerem Pegel. Hinzukommt, dass die eigentliche Form der Kante von der scharfen Kante abweicht, so dass es denkbar ist, dass es in Zusammenhang mit der Reflexion des direkten Satellitensignals im vom Empf\u00e4nger abgewandten Kantenbereich zur Entstehung zus\u00e4tzlicher Elementarwellen kommt, die zum eigentlichen gebeugten direkten Signalbeitrag als weitere, mit (aufgrund der N\u00e4he zur Kante) nur geringf\u00fcgig vergr\u00f6\u00dfertem Umweg behaftete Umwegkomponente hinzutreten. Die Pendelungen des Empfangspegels vor der Schattengrenze sind intensiver als nach dem Knife-Edge-Modell zu erwarten w\u00e4re; der Pegel an der Schattengrenze (3386&#160;m) gleicht etwa dem LOS-Pegel und liegt damit 6&#160;dB \u00fcber dem Knife-Edge-Verlauf. Als ein Hinweis auf die Beteiligung weiterer, allerdings bereits st\u00e4rker abgesenkter Umweganteile mit vom st\u00e4rkeren Signalbeitrag abweichendem Umweg k\u00f6nnten die wellenf\u00f6rmigen Verformungen bzw. &#34;Kr\u00e4uselungen&#34; im Pegelverlauf ab etwa der Schattengrenze, aber auch im LOS-Bereich, gewertet werden<a href=\"#schatt_anmerk\" ><sup><b>Anm10)<\/b><\/sup><\/a>. \u00c4hnliche Verformungen des Verlaufs w\u00e4ren jedoch auch zu erwarten, wenn die Fortbewegung mit ungleichf\u00f6rmiger Geschwindigkeit oder mit Schwankungen der Antenne oder nicht streng geradlinig &#8211; im Fall eines Fu\u00dfg\u00e4ngers oft mehr oder weniger ausgepr\u00e4gt &#8211; erfolgte.<\/p>\n<p class=\"para-header\">Zusammenfassend <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;\">ist festzustellen: F\u00fcr Alltagsanwendungen von GPS (wie auch jeglichem GNSS) mit unvermeidbarem gro\u00dfem Anteil reflektierter Signalbeitr\u00e4ge, also beim Navigieren oder beim Aufzeichnen von Tracks, ist der Einfluss von Beugungseffekten wegen der bereits bei noch kleinen Umwegen rasch zunehmenden Signald\u00e4mpfung zwar interessant, bleibt aber ohne praktische Auswirkung auf das Positionierungs-Ergebnis. Anders bei Pr\u00e4zisions-Anwendungen: Bei ihnen wird bereits bei der Aufstellung f\u00fcr Reflexionsarmut gesorgt. Dagegen kann der Pegel von Umweganteilen, die durch Beugung an der Berandung der Ger\u00e4tegrundplatte aus im n\u00e4heren Bereich unterhalb der Platte reflektierten Wellen entstehen, Werte erreichen, denen mit zus\u00e4tzlichen Ma\u00dfnahmen zur direkten Abschw\u00e4chung oder mit Kompensation im Sinn allerdings aufw\u00e4ndiger Kalbibrierverfahren begegnet werden muss. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Anmerkungen <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"beugung_grundplatte\"><\/a><strong><sup>Anm1<\/sup><\/strong>&#160; Anders bei Pr\u00e4zisionsanwendungen, bei denen es um Fehler im mm-Bereich geht: Oft ist es nicht vermeidbar, die GPS-Empfangsantenne in einigem Abstand \u00fcber der Umgebung unterzubringen (im Beispiel  &#34;Parallelfahrsystem&#34; in der Landwirtschaft am Traktor). Dabei wird die Antenne f\u00fcr Boden-Reflexionen erreichbar, mit &#8211; bezogen auf die Genauigkeitsforderung &#8211; gegebenenfalls sehr gro\u00dfen Umwegen und daher betr\u00e4chtlicher Auswirkung und trotz von Hindernissen freiem Umfeld nicht akzeptablen Fehlern. Eine \u00fcbliche Gegenma\u00dfnahme gegen Signalbeitr\u00e4ge aus dem Raum unterhalb der Antenne ist, unter der Antenne eine leitende Grundplatte anzubringen (vorzugsweise kreisf\u00f6rmig, Durchmesser in der Gr\u00f6\u00dfenordnung der Wellenl\u00e4nge). Das allein sorgt noch nicht f\u00fcr die ben\u00f6tigte Unterdr\u00fcckung des Einflusses der Bodenreflexionen, denn die vom Boden aus an die Grundplatte gelangenden Wellen werden um deren Berandung herum gebeugt, sodass sie die Empfangsantenne mit dennoch st\u00f6render Intensit\u00e4t erreichen. Die ben\u00f6tigte Verbesserung wird (u.&#160;a. beispielsweise im <a href=\"http:\/\/gpsforum.geospector.de\/phpbb\/viewtopic.php?f=4&#038;t=3231\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geospector GPS-Forum<\/a> &#8211; vormals &#34;kowoma GPS-Forum&#34; &#8211; diskutiert oder auch auf Seite&#160;2 eines Beitrags von NovAtel zur <a href=\"https:\/\/www.optimalsystem.de\/os\/docs\/novatel-gps-pinwheel-antenna.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NovAtel GPS Pinwheel Antenna<\/a> \/Link gefunden bei <a href=\"https:\/\/www.optimalsystem.de\/os.aspx?x=441\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>OptimalSystem<\/em>.DE.de<\/a>\/) erst erzielt, indem die Grundplatte zus\u00e4tzlich strukturiert wird, beispielsweise indem auf der Platte konzentrisch zur Antenne Schutz-Ringe (Choke rings) angebracht werden. Das Optimum ihrer Bauh\u00f6he &#8211; in der N\u00e4he von &lambda;\/4 (siehe diesen <a href=\"https:\/\/kb.unavco.org\/article\/unavco-resources-gnss-antennas-458.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Variantenvergleich<\/a> sowie eine <a href=\"https:\/\/kb.unavco.org\/article\/choke-ring-antenna-calibrations-311.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tabelle mit Zahlenwerten<\/a> bei UNAVCO.org ) &#8211; l\u00e4sst eine Wirkungsweise in der Art der aus der Funktechnik bekannten &lambda;\/4-Stichleitungen bzw. -Sperrt\u00f6pfe, hier konzentrisch angeordnet, vermuten: Die an der Berandung der Grundplatte gebeugten Wellen l\u00f6sen ihrerseits ebenso auch am oberen Rand der Ringe Sekund\u00e4rwellen aus. Diese gelangen innerhalb der Ringe zu deren Grundplatte, von wo aus sie nach Reflexion wieder den Rand erreichen. Aufgrund der Wegstrecke von zweimal &lambda;\/4 sind sie dann aber gegenphasig zu den sie ausl\u00f6senden gebeugten Wellen, so dass es zur gegenseitigen Abschw\u00e4chung der an den n\u00e4chst engeren Ring weitergegebenen ausl\u00f6senden mit der am Boden des Rings reflektierten Welle kommt. Die Choke-Ringe behindern somit das Voranschreiten der um den Plattenrand gebeugten Wellen zur Antenne.  <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"anmerkung_kante\"><\/a><strong><sup>Anm2<\/sup><\/strong>&#160; Abh\u00e4ngig von der Entfernung des Empf\u00e4ngers vom beugenden Objekt wird bei der theoretischen Behandlung zwischen dem (vgl. z.&#160;B. [<a href=\"#gross_2003\" >Gross 2003<\/a>], S.&#160;201)<\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;padding-left:6px;\">\n<li style=\"margin-top:-6px; margin-left: 12px; margin-bottom: 8px; line-height: 160%;\">Nahbereich &#8211; Bereich der &#34;Fresnel-Beugung&#34;, <br \/>die am Empf\u00e4nger eintreffenden, vom Objekt ausgehenden Wellenfronten sind gekr\u00fcmmt, <\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">und dem <\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;padding-left:6px;line-height:100%;\">\n<li style=\"margin-top:-6px; margin-left: 12px; margin-bottom: 8px; line-height: 160%;\"> Fernbereich &#8211; Bereich der &#34;Fraunhofer-Beugung&#34;, <br \/>die beteiligten Wellenfronten (sowohl die vom Objekt ausgehenden als auch &#8211; im Fall von Satellitensignalen stets erf\u00fcllt &#8211; die zum Objekt gelangenden) sind eben, <\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">unterschieden.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Zahlenm\u00e4&szlig;ige Bereichszuordnung (s. [<a href=\"#gross_2003\" >Gross 2003<\/a>], S.&#160;202):<\/p>\n<table style=\"margin:0px 8px 6px 16px;border:1px solid black;width:70%\">\n<tr>\n<td style=\"width:50%;border:1px solid black;\">\n<p style=\"margin-top: 2px;margin-bottom: 4px;margin-left:10px;\"><small>Fresnel-Beugung &#8211; Gl.&#160;(5.2.15) <br \/>&rho;&sup2;&#160;&ge;&#160;&lambda;&thinsp;<em>d<\/em><\/small><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width:50%;border:1px solid black;\">\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom:4px;margin-left:10px;\"><small>Fraunhofer-Beugung &#8211; Gl.&#160;(5.2.16) <br \/>&rho;&sup2;&#160;&lt;&lt;&#160;&lambda;&thinsp;<em>d<\/em><\/small><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Dabei sind <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 3px;padding-left:42px;text-indent:-12px;width:65%;line-height:130%;\">&rho; der Radius des Kreises, der die gesamte f\u00fcr den Empf\u00e4nger wirksame Berandung des das Satellitensignal weitergebenden Objekts einschlie\u00dft, <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;padding-left:30px;width:65%;\">&lambda; die Wellenl\u00e4nge, <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;padding-left:30px;width:65%;\"><em>d<\/em> der Abstand des Objekts von der Empfangsantenne.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Die beiden folgenden Bilder m\u00f6gen das f\u00fcr den Fall der GPS-Signale (<em>f<\/em>&#160;=&#160;1575&#160;MHz) veranschaulichen. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Fraunhofer-Beugung (Fernbereich) und Fresnel-Beugung (Nahbereich): <\/p>\n<table style=\"border:0;margin:0px 8px 10px 16px;\">\n<tr>\n<td style=\"width:310px;margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;\">\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\"><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/beug\/beug_d_rho.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/beug\/beug_d_rho-345x300.jpg\" width=\"300\" alt=\"\" title=\"Beugendes Objekt mit einem Umkreisradius &rho;: Fresnel-Beugung, in der N\u00e4he, und Fraunhofer-Beugung weit entfernt vom Sender\" ><\/a><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;padding-left:2px;width:280px;line-height:100%;\"><small>Maximal-Abstand <em>d<\/em><sub>max<\/sub> f\u00fcr Fresnel-Beugung<\/small><\/td>\n<td style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 2px;padding-left:8px;\">\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 4px;\"><a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/beug\/beug_rho_d.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/uploads\/beug\/beug_rho_d-345x300.jpg\" width=\"300\" alt=\"\" title=\"Fraunhofer-Beugung (Fernbereich) und Fresnel-Beugung (Nahbereich)\" ><\/a><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;padding-left:8px;width:280px;line-height:100%;\"><small>Minimaler Umkreis-Radius <em>&rho;<\/em><sub>min<\/sub> f\u00fcr Fresnel-Beugung<\/small><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Sowohl Gl. (5.2.15) f\u00fcr den Bereich der Fresnel-Beugung als auch Gl. (5.2.16) f\u00fcr den Bereich der Fraunhofer-Beugung lassen hohe Anforderungen sowohl an den Zylinder-\/Kugel-Charakter der Wellen einerseits als auch an die Ebenheit der Wellenfronten andererseits erkennen.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"helle_kante\"><\/a><strong><sup>Anm3<\/sup><\/strong>&#160; Bei einem beliebig geformten Hindernis werden die Austritte der von ihm ausgehenden Elementarwellen dessen Schattenlinie bzw. -grenze folgen. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">F\u00fcr eine Veranschaulichung der Signalausbreitung durch Beugung an Kanten bietet sich das folgende Experiment an (in gedruckter Form so wohl erstmalig von Francesco&#160;Maria&#160;Grimaldi \/1618 \u2013 1663; Italien\/ zusammen mit dem Begriff &#8222;Diffraction&#8220; \/lat.: Beugung; siehe [<a href=\"#grimaldi_1665\" >Grimaldi&#160;1665<\/a>], Seite&#160;11\/ f\u00fcr eine von ihm ausf\u00fchrlich untersuchte Ausbreitungsform von Licht beschrieben). Es besteht im visuellen Beobachten der Kante eines d\u00fcnnen f\u00fcr Licht undurchl\u00e4ssigen Gegenstands (Messerschneide, Rasierklinge, Metallfolie; scharfkantig, d\u00fcnn, genauer: mit sehr kleinem Kr\u00fcmmungsradius der Kante, um Reflexionen in deren Bereich auszuschlie\u00dfen) vor einem dunklen Hintergrund im Gegenlicht z.&#160;B. einer Taschenlampe durch eine Lupe. Schon mit geringf\u00fcgiger Vergr\u00f6\u00dferung ist eine der Kante folgende linienf\u00f6rmige Aufhellung zu erkennen &#8211; sowohl, wenn dabei die Lichtquelle von dem Gegenstand verdeckt wird als auch, wenn sich die Lichtquelle oberhalb der Kante befindet. Im Fall eines Funksignals entspricht der kantennahe Lichtsaum dem Bereich, aus dem das Funksignal sowohl entsprechend seiner urspr\u00fcnglichen Richtung an der Kante vorbei, als auch in den Schattenbereich hinter der Kante (bei ebenfalls vergleichbarer Richtungsabh\u00e4ngigkeit der Intensit\u00e4t) weitergegeben wird. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Umfangreiche Untersuchungen zur Beugung an der scharfen Kante, speziell von Licht, mit der Erw\u00e4hnung von &#34;Grimaldis leuchtender Kante&#34; als Ausgangspunkt finden sich bei <a href=\"http:\/\/www.gebeugtes-licht.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.gebeugtes-licht.de<\/a>, z.&#160;B. in der Arbeit [<a href=\"#nieke_1997\" >Nieke&#160;1997<\/a>] (in dieser u.&#160;a. mit fotografischen Gro\u00dfaufnahmen dokumentiert) bzw. in [<a href=\"#nieke_phil\" >Nieke&#160;1997p<\/a>].  <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"nu_vorzeichen\"><\/a><strong><sup>Anm4<\/sup><\/strong>&#160; &#34;In sich&#34;, d.&#160;h. bei alleiniger Betrachtung der Beugungsd\u00e4mpfung, ist diese Zuordnung durchaus anschaulich und damit sinnvoll: &#34;<em>&nu;<\/em> gr\u00f6\u00dfer&#34; ergibt &#34;Beugungsd\u00e4mpfung gr\u00f6\u00dfer&#34;. (Dabei ist zu bedenken, dass der Zusammenhang der <span style=\"text-decoration: underline;\">ganzzahlig-positiven<\/span> Nummern <em>&nu;<\/em> der Fresnel-Zonen mit dem Beugungsparameter ohnehin lediglich dessen Betrag&#160;&nu; betrifft.) <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"anm_strahlverlauf\"><\/a><strong><sup>Anm5<\/sup><\/strong>&#160; Enge Verwandschaft des Funkstrahl-Verlaufs bei Beugung mit dem bei Reflexion: Der Verlauf des Funkstrahls in diesem Bild k\u00f6nnte eben so zu einem am Ort der eigentlichen Beugungskante (oberes Ende der scharfen Kante) befindlichen Reflexionspunkt geh\u00f6ren &#8211; Ausgangspunkt beider Betrachtungen ist der Umweg gegen\u00fcber der Sichtlinie. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"6db_anmerk\"><\/a><strong><sup>Anm6<\/sup><\/strong>&#160; Gelegentlich wird diese ausgepr\u00e4gte Pegelabsenkung dahingehend interpretiert, dass die \u00dcbertragung der Signalenergie vom Sender zum Empf\u00e4nger innerhalb eines engen konzentrisch die Sichtlinie umgebenden Bereichs mit den Abmessungen der ersten Fresnelzone in der Art eines direkten, gerichteten Strahls stattfindet. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">&nu;&#160;=&#160;0 entspricht dem streifenden Vorbeigang der Sichtlinie an der Kante, so dass das Hindernis den Querschnitt der 1.&#160;Fresnelzone gerade zur H\u00e4lfte verdeckt. Sofort f\u00e4llt als Widerspruch auf, dass die Pegelabsenkung um 6&#160;dB eine <em>Halbierung der Intensit\u00e4t<\/em> (z.&#160;B. der Feldst\u00e4rke), energetisch aber die Verringerung auf nur noch <em>ein Viertel<\/em> des Betrags ohne Hindernis bedeutet. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Wenn auch auf den Fall der Beugung eingeschr\u00e4nkt, l\u00e4sst sich die Rolle der Fresnel-Zonen (z.&#160;B. [<a href=\"#gross_2003\" >Gross 2003<\/a>], ab S.&#160;205) an der Wirkungsweise der Fresnelschen Zonenplatte erkennen (beschrieben u.&#160;a. in [<a href=\"#gross_2003\" >Gross 2003<\/a>], ab Seite&#160;208 &#8211; Ausf\u00fchrungen zur Abbildung&#160;5.9 von S.&#160;210; f\u00fcr weitere Aspekte siehe auch <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Fresnel_zone_plate\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia(en)-Link<\/a>): Aus der Fl\u00e4che jeder ungeraden Zone (durch die Konstruktion erreicht &#8211; Lage und Breite der Ringe entsprechen dabei dem Schnittbild einer Ebene mit den Fresnel-Zonen-Ellipsoiden; die undurchl\u00e4ssigen Ringe der Platte verdecken die geradzahligen Zonen) entnimmt die Zonenplatte der (homogenen) ebenen Wellenfront die <span style=\"text-decoration:underline;\">gleiche<\/span> Energie wie aus der ersten und lenkt sie in den Brennpunkt der Platte (identisch mit dem Brennpunkt der Fresnel-Zonen-Ellipsoide). Andererseits w\u00fcrden sich im Brennpunkt mit der Empfangsantenne aufgrund von Interferenzen die Beitr\u00e4ge benachbarter Zonen (wie auch jeder anderen ungeradzahlig abweichenden Zone) sogar zu Null aufheben. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Tats\u00e4chlich ist der Beitrag zum Gesamt-Empfangspegel aus den Fresnelzonen h\u00f6herer Ordnung energetisch gesehen oft relativ klein, denn wegen des mit der Ordnung wachsenden Durchmessers einer Fresnelzone sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass in einer Empf\u00e4ngerumgebung in diesen Zonen befindliche Objekte jeweils einen wesentlichen Teil der f\u00fcr alle Zonen betragsgleichen Querschnittsfl\u00e4che einer einzelnen Zone einnehmen. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px\">Mit diesen Betrachtungen soll verdeutlicht werden, dass der bei der Beurteilung der Geometrie von Funk\u00fcbertragungsstrecken hilfreiche &#34;Fresnelzonen-Ansatz&#34; nicht f\u00fcr die Beschreibung der Energieverteilung in einer Empf\u00e4ngerumgebung in der gelegentlich anzutreffenden oben angedeuteten Art geeignet ist. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"anm_schlank\"><\/a><strong><sup>Anm7<\/sup><\/strong>&#160; In diesem Bild wurden f\u00fcr die Achsenteilungen \u00fcbereinstimmende Ma\u00dfst\u00e4be gew\u00e4hlt. Anders als im Bild&#160;4 zeigt sich so der sehr schlanke Verlauf der <em>&nu;<\/em>-Parabeln, der aus der gro\u00dfen Senderentfernung folgt. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"rotat_anmerk\"><\/a><strong><sup>Anm8<\/sup><\/strong>&#160; Unter Ber\u00fccksichtigung <a href=\"#geneigte_kante\" >beliebig zur Horizontebene orientierter Kanten<\/a> werden aus den Parabel\u00e4sten Rotations-Paraboloide, wegen des Vorzeichens bei <em>&nu;<\/em> genauer wohl Rotations-Halb-Paraboloide. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"anm_auswahl\"><\/a><strong><sup>Anm9<\/sup><\/strong>&#160; 1. &#34;kontinuierlich&#34;: Bei den <em>&nu;<\/em>-Linien des Diagramms handelt es sich ja nur um eine als Orientierung gedachte Auswahl aus der Schar der beliebig eng liegenden Parabeln (<em>&nu;<\/em> ist eine reelle Zahl).<br \/>2. M\u00f6gliche Folge: Reflexion auch der gebeugten Wellen an Objekten der Umgebung oder am Boden, spiegelnd wie auch diffus, mit der Auswirkung, dass die Empfangsantenne von diffus reflektierten gebeugten Wellen auch kleinerer <em>&nu;<\/em> (neben ebenfalls diffus, aber in gr\u00f6\u00dferer Entfernung reflektierten direkt zum Boden gelangten Wellen) ein und desselben Satellits getroffen werden kann. <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 8px;margin-left: 15px;text-indent: -15px;\"><a id=\"schatt_anmerk\"><\/a><strong><sup>Anm10<\/sup><\/strong>&#160; Erg\u00e4nzung Juli&#160;2014 \/ Juni&#160;2015<br \/>Eine Best\u00e4tigung dieser Vermutung zum Pegel-Verlauf in der hier betrachteten Fig.&#160;2 liefern die Ergebnisse einer Modellanalyse in [<a href=\"#Lehner_Steingass_2014\" >Lehner,&#160;Steingass&#160;2014<\/a>] (mit der leicht modifizierten Fig.&#160;16 &#8211; Link). In der Empfangsumgebung gem\u00e4\u00df Fig.&#160;23 ist es offensichtlich der Satellit No.&#160;1, dessen LOS-Pfad die ca.&#160;15&#160;m hoch gelegene Oberkante einer Geb\u00e4udefront streifend passiert. Hierf\u00fcr erscheinen im Analyseergebnis &#8211; Fig.&#160;24, Satellite&#160;1&#160;(30\u00b0;-45\u00b0) &#8211; zwei nur geringf\u00fcgig gegeneinander verz\u00f6gerte, um ca. 23&#160;dB unterschiedliche Signalbeitr\u00e4ge. <\/p>\n<p class=\"para-header\">Verweise <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"gross_2003\" ><\/a>[Gross 2003] Gross, R.: Lecture Notes of Prof. Gross to the Lectures &#34;Physics 3&#8243; (WS 2001\/2002 and WS 2002\/2003), Kapitel 5 Beugung und Interferenz. Walther-Meissner-Institut Bayerische Akademie der Wissenschaften und Lehrstuhl f\u00fcr Technische Physik (E23) Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen, 2003 &#8211; <a href=\"https:\/\/docplayer.org\/14091458-Physik-iii-optik-und-quantenphaenomene.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a> (07.07.2021: nur Ausz\u00fcge &#8211; war https:\/\/www.wmi.badw.de\/fileadmin\/WMI\/Lecturenotes\/Physics_3\/Gross_Physik_III_Kap_5.pdf<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"itu_526-14\" ><\/a>[ITU_526-14] Recommendation ITU-R P.526-14 (01\/2018) &#8211; Propagation by diffraction (Fassung in Englisch). International Telecommunication Union (ITU), Genf, 2018 &#8211; <a href=\"https:\/\/www.itu.int\/rec\/R-REC-P.526-15-201910-I\/en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a> (https:\/\/www.itu.int\/rec\/R-REC-P.526-14-201801-I\/en)<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"orfanidis_2014_18\" ><\/a>[Orfanidis 2016\/18] Orfanidis, J. S.: Electromagnetic Waves and Antennas, Kap. 17 Radiation from Apertures. Rutgers University, Piscataway, NJ (USA), August 2016 &#8211; <a href=\"http:\/\/snf-829109.vm.okeanos.grnet.gr\/files\/Ebooks\/Electromagnetic%20Waves%20and%20Antennas%20S%20Orfanidis\/ch17.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a>. (http:\/\/snf-829109.vm.okeanos.grnet.gr\/files\/Ebooks\/Electromagnetic%20Waves%20and%20Antennas%20S%20Orfanidis\/ch17.pdf &#8211; Dateidatum 22.07.2016)<\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\">[<a id=\"grimaldi_1665\" ><\/a>Grimaldi&#160;1665] Grimaldi, F. M.: Physico-mathesis de lumine, coloribus, et iride (in Latein). Vittorio Bonati, Bologna (&#34;<em>Bononiae<\/em>&#34;), Italien, 1665. <a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=FzYVAAAAQAAJ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(Google Books)<\/a><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"nieke_1997\" ><\/a>[Nieke&#160;1997] Nieke, H.: Newtons Beugungsexperimente und ihre Weiterf\u00fchrung &#8211; Arbeit&#160;01 &#34;Die Newtonschen und Fresnelschen Beugungsexperimente&#34; (1997 \/ Dateidatum&#160;2007). <a href=\"http:\/\/www.gebeugtes-licht.de\/downloads\/ARBEIT1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a> <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"nieke_phil\" ><\/a>[Nieke 1997p] Nieke, H.: Newtons Beugungsexperimente und ihre historischen und philosophischen Folgerungen. Halle (Saale), Germany : H. Nieke, 1997 &#8211; <a href=\"http:\/\/www.gebeugtes-licht.de\/downloads\/phil1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a><\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"lehner_enc_gnss_2009\" ><\/a>[Lehner u.a. 2009] Lehner, A.; Steingass, A.; Schubert, F.: A Location and Movement Dependent GNSS Multipath Error Model for Pedestrian Applications. In: Proceedings European Navigation Conference. ENC-GNSS 2009, Neapel &#8211; vergleiche <a href=\"https:\/\/elib.dlr.de\/58613\/1\/pedmodel.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Web-Link&#160;(PDF)<\/a> (Inhalt der Publikation zug\u00e4nglich dank OpenAccess in der Helmholtz-Gemeinschaft &#8211; <a href=\"https:\/\/os.helmholtz.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> OpenAccess in der Helmholtz-Gemeinschaft<\/a>) <\/p>\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;text-indent:-12px;margin-left:22px;\"><a id=\"Lehner_Steingass_2014\" ><\/a>[Lehner, Steingass 2014] Lehner, A.; Steinga\u00df, A.: Spatial Dynamic Wideband Modeling of the MIMO Satellite-to-Earth Channel. International Journal of Antennas and Propagation Volume 2014; Article ID 102754; Hindawi Publishing Corporation, Kairo 2014 &#8211; PDF-Download 1 (Hindawi &#8211; Creative Commons Attribution License) \/ <a href=\"https:\/\/elib.dlr.de\/89490\/1\/102754_final.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF-Download 2<\/a> (DLR &#8211; Open access Article &#8211; Copyright \u00a9 2014 A. Lehner and A. Steinga\u00df)<\/p>\n<hr style=\"margin-top: 24px;margin-bottom: 6px;text-align:left;margin-left:0;width:30%;\">\n<p style=\"margin-top: 0px;margin-bottom: 6px;\">Klaus Dannowski &#8211; <a href=\"https:\/\/gps.hillclimb.de\/?page_id=9788\">Klaus&#8216; GPS-Ecke<\/a> <br \/><small>O1.12.2O11<\/small> <\/p>\n<p>&#34;Diffraction of the signals transmitted by GPS satellites at edges of shadowing obstacles&#34;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stand 05.08.2020 Ausbreitungshindernisse beim Satellitenempfang Selbst bei gro\u00dfen Erhebungswinkeln der Satelliten \u00fcber dem Horizont ragt oft (zeitlich und \u00f6rtlich; die &#34;Elevation&#34; der Satelliten erreicht nur selten 90\u00b0) eine Vielzahl von Objekten, z. B. Bauwerke oder Berge, nach oben oder auch mehr seitlich in die Sicht-Linie Satellit &#8211; Empf\u00e4nger hinein. F\u00fcr den Empf\u00e4nger verdecken sie so [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":8221,"menu_order":15,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4534","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4534","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4534"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4534\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11311,"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4534\/revisions\/11311"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gps.hillclimb.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4534"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}