Google Earth und Google Maps

Stand 07.11.2018

Eigentlich gibt es sehr viele Möglichkeiten, sich die GPS-Daten aus GPS-Logs, die auf Touren gewonnen wurden, anzusehen.
Sehr bekannt und besonders gut verfügbar sind

  Google Maps –
   allgemeiner Überblick: https://de.wikipedia.org/wiki/GoogleMaps
   ausführlicher in der Google Maps-Hilfe (bitte Anmerkung 1 beachten)
und

Google Earth –

siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Googleearth,

ausführlicher in der Google Earth-Hilfe mit gesonderten Abschnitten sowohl für den Desktop als auch für das Mobilgerät oder im

Google Earth Anwenderhandbuch (PDF-Datei, allerdings in Englisch: "Google Earth User Guide"),

oder auch

Kai Sauerwald: Einführung in GoogleEarth und KML (Arbeit/Link, zwar von 2012/2013, aber auch für neue Google Earth-Versionen zutreffend – eine PDF-Datei, gesehen am 14.09.2018)

Google Maps

Google Maps beruht auf HTML – eine Google Maps-Ansicht lässt sich also anders als Google Earth, für das man ein eigenes Programm installieren muss, mit jedem beliebigen Webbrowser öffnen.

Google Maps erlaubt sehr vielfältige Gestaltungsvarianten des Erscheinungsbilds der Log-Daten. Dazu gehören einerseits die Auswahlmöglichkeiten für das geografische Layout zwischen z. B.

  • der Kartenansicht (Schwerpunkt Straßen/Stadtplan),
  • der Satellitenansicht (ähnlich der 2D-Ansicht von Google Earth),
  • der Hybridansicht (Kombination aus der Kartenansicht und der
    Satellitenansicht),

die Google für Google Maps zur Verfügung stellt,

  • das Navigieren und Zoomen in der Fenster-Ansicht

und andererseits die

  • anwendungsseitig mit Scripten gesteuerten
    Gestaltungs-Möglichkeiten der eigentlichen GPS-Informationen
    aus dem Logger (ausführlich – u. a. mit Codebeispielen – hier)

wie auch

  • das Einbeziehen weiterer geografisch orientierter Einzelheiten.

Dabei obliegt diese Gestaltung dem Programmierer. Dem Betrachter einer solchen HTML-Seite verbleiben außer den vorgegebenen Auswahlmöglichkeiten und dem Navigieren im Maps-Fenster sowie der Aktivierung der vorgesehenen Einzelheiten des Maps-Fensters keine Variationsmöglichkeiten. Das betrifft auch die Platzaufteilung zwischen den im Browser-Fenster sichtbaren Bereichen auf dem Bildschirm und damit die anteilige Größe der Kartenfenster.

Google Earth

Bezogen auf die Anwendung für GPS-Logger-Daten sind bei Google Earth 2 einige zu nennende Möglichkeiten:

  • der beliebige Wechsel zwischen 2D-Ansicht und 3D-Ansicht mit vielfältiger Einstellbarkeit,

die dem Anwender von haus aus zur Verfügung stehende

  • äußerst umfangreiche geografische Datenbasis

wie auch z. B. als eine Wiedergabeart

  • das Abfliegen der geloggten Strecke.

Und schließlich:

  • Google Earth hat im Menuepunkt "Datei"
    den Balken "In Google Maps ansehen – (ALT+M)" 3.

Aufgrund der auf Fotoansichten / Luftbildern beruhenden Darstellung ist Google Earth besonders auch für Wanderer, mehr noch für Bergwanderer, interessant: Dort wo in Google Maps abseits von Straßen nur noch leere Flächen angezeigt werden, sind – gerade in offenen Bergregionen – viel begangene Pfade sehr gut zu sehen. Sehr hilfreich kann das bei stärkerer Streuung der Logpunkte sein, zu der es aufgrund schwieriger GPS-Empfangssituation leicht kommen kann. Schon mit lediglich der Google Earth-Anwendung ist es möglich, abweichende Wegpunkte auf den sichtbaren Wegverlauf zu verschieben, völlig verfälschte auch zu entfernen – eine schöne Möglichkeit, besonders, falls der Verlauf, vielleicht auch mit georeferenzierten Foto ergänzt, veröffentlicht werden soll 4.

Kaum zu übertreffen ist Google Earth auch hinsichtlich weiterer Einstellmöglichkeiten, die dem Nutzer zur Verfügung stehen:

Es kann bequem eine große Anzahl von Dateien vorgehalten werden, und mittels Klick auf die Auswahl-/Check-Boxen sind sowohl deren schnelles Hin- bzw. Wegschalten wie auch das Ein- und Ausschalten der jeweils sichtbaren Einzelheiten in den Darstellungen der ausgewählten Dateien möglich. Darüberhinaus gibt es die – oben bereits angedeutete, wenn auch nicht sehr komfortable – Möglichkeit, Objekte zu editieren und anschließend zu speichern – siehe im Nutzerhandbuch für Fortgeschrittene. Darüberhinaus kann der Anwender mit der Maus oder der Tastatur die Fenstergröße einstellen, in der (linken) Seitenleiste die Größenaufteilung zwischen dem Such-, dem Orte- und dem Ebenenfenster ändern, zugunsten einer größeren Darstellung die Seitenleiste verstecken oder gar den 3D-Viewer im Vollbildmodus betreiben.

Als ganz entscheidende Eigenschaft von Google Earth, auf die bereits die Bezeichnung des Kartenfensters "3D-Viewer" hinweist, muss aber der Modus "Dreidimensionale Darstellung" genannt werden. Er ist bereits für das vom Kartenfenster erfasste Gelände wirksam, sobald man im Ebenen-Fenster die Gelände-Darstellung aktiviert hat. Mit "3D" ist auch hier – wie stets bei Karten-Darstellungen – nicht etwa eine Darstellung für binokulares Betrachten (wie etwa im Fall des 3D-Fernsehens) gemeint, sondern das räumlich-perspektivische Bild, entsprechend einer Vogelperspektive. Das schließt (intern) mit Höhenangaben versehene Objekte – Pfade, Ortsmarken – ein. Pfadverläufe, die am Boden gewonnen wurden (von Fußgängern oder im Fahrzeug) schmiegen sich an dieses räumlich dargestellte Gelände an. Besonders interessant ist der 3D-Modus allerdings für die Darstellung räumlicher Wegverläufe – von Flugobjekten (Segelflug, Paragliding, Drohnen) oder von mit GPS-Sensoren ausgestatteten Tieren.

Trotz dieser langen Reihe interessanter Möglichkeiten der Visualisierung von Logger-Daten erfreut sich Google Earth meistens nicht der Beliebtheit, die Google Maps entgegengebracht wird. Nicht zu unterschätzen ist dabei, dass Google Earth eine eigene Anwendung ist, also auf dem Rechner installiert sein muss. Im Unterschied dazu begegnet der Internet-Nutzer dem Fenster von Google Maps innerhalb von html-Seiten am PC bzw. wohl häufiger mobil als App – immer weitgehend automatisch für ihn.

Bei mobiler Anwendung ist allerdings bei Google Earth, aber auch bei Google Maps im Fall der Satelliten-Ansicht, das beachtliche Datenaufkommen für die hochaufgelösten Satelliten-Geländedaten über die Funkverbindung durchaus nicht unproblematisch. Hier kann für Google Earth in manchen Fällen – soweit verfügbar – die Nutzung der Cache-Funktion für den Offline-Betrieb von Google Earth Abhilfe bringen (im PC werden, in den Optionen einstellbar, innerhalb des Dateisystems angelegt, bis zu 2 GByte unterstützt).

Einzuräumen ist außerdem, dass man die nicht immer sofort geläufigen Bedienvorgänge des Google Earth-Viewers erst einmal kennen muss. Hierzu gibt es bei Google jedoch ein vielfältiges Angebot an Anleitungen bzw. Tutorials (in Textform, auch in Deutsch, wie zum Beispiel für das Einbringen von geografischen Zusatzelementen wie eigenständige Ortsmarkierungen, Pfade – weitere Themen auch von hier aus) und als YouTube-Videos (in Englisch; erreichbar – zusammen mit den deutschsprachigen Beschreibungen der vorgenannten Art – über eine umfassende Übersicht zu Google Earth-Anleitungen.

Anmerkungen

1  Weiterentwicklungen bei Google bringen es mit sich, dass Links gelegentlich veraltet sind bevor sie in diesen Einträgen aktualisiert werden konnten; dann ggf. mit dem jeweiligen Begriff ausgehend von der Startseite der Google Earth- Hilfe (in Deutsch) suchen. Oder, falls dieser Link eben auch Probleme bereiten sollte, die Google Earth-Hilfe in der geöffneten Google Earth-Anwendung selbst mit den Maus-Klicks ”Menüleiste > Hilfe > Hilferesourcen” öffnen, und ggf. den Suchbegriff oben bei ”Google Earth-Hilfe” eingeben.

2  Betrifft die freie Basis-Version: http://www.google.com/intl/de/earth/ ; im November 2010 aktuell: Version 5.2.1.1588 vom 1.9.2010; seit Oktober 2016 – beginnend mit Version 7.1.7.2606 – gibt es Google Earth nun auch als kostenlose Pro-Version.

3  … mit der Möglichkeit zwischen der Satellitenansicht und der Kartenansicht von Google Maps zu wechseln. Wegen des völlig anderen internen Formats eines Pfadverlaufs in Google Maps werden dabei die aktuellen Darstellungen in Google Earth allerdings nicht übernommen. Sie bleiben jedoch im Google-Earth-Viewer-Fenster, an dessen Stelle das Google-Maps-Fenster tritt, erhalten, so dass sie nach der Rückkehr mittels eines Klicks auf die Zeile "Zurück zu Google Earth" am oberen Bildschirmrand (oberhalb des Google-Maps-Fensters) wieder erscheinen.

4  Um die Weglinie, den Path, im Browserfenster zu editieren und so den Verlauf zu korrigieren, aktiviert man – jeweils mit "Kontext-Menü > Eigenschaften" –

  im Browser-Fenster die zuvor angeklickte Pfad-Linie

oder

  im Orte-Fenster deren Folder.

In neueren Versionen von Google Earth zeigen sich die Weg-Points als kleine rote Quadrate entlang der Pfadlinie, die sich bequem bearbeiten lassen, indem man mit der Maus an ihnen zieht. Das gilt auch für Punkte, die man nachträglich einfügen kann. Sehr weit abliegende werden am besten einfach gelöscht. Abschließend lässt sich der korrigierte Google Earth-Punktefolder als kml-/kmz-Datei speichern ("Ortefenster > Kontextmenü > Speichern unter").

Mit geeigneten Umsetztools lassen sich aus diesen Files auch andere Dateiformate herstellen.


Klaus Dannowski – Klaus‘ GPS-Ecke
22.O6.2OO9