PocketGPS S1 – Bedienhinweise zum Setzen von Waypoints und Lappoints

Letzte Änderung am 29.04.2014

Bedienhinweise
zum Setzen von Waypoints


Ein wichtiges Element im Umgang mit GPS-Geräten ist der Waypoint, Wegpunkt, auch ”Point of Interest: POI”. Allgemeines zur vielfältigen Handhabung von Wegpunkten kann auf der Website ”kowoma.de”, die auch weitere umfangreiche und verständliche Informationen zur GPS-Technik bereithält, unter dem Punkt ”Position, Wegpunkt, Routen und Tracks” nachgelesen werden.

Speziell im Zusammenhang mit dem Festhalten einer zurückgelegten Tour mit einem GPS-Logger in einer Logdatei handelt es sich bei einem Waypoint um die vom Benutzer des Loggers veranlasste örtliche (und damit prinzipiell auch zeitliche) Zuordnung einer Gegebenheit innerhalb der Tour. Solche Gegebenheiten können rein örtlicher Art sein, etwa Sehenswürdigkeiten, oder auch örtlich zugeordete Ereignisse, z. B. Standorte von Fotoaufnahmen sowie im eigentlichen Sinn einfach eine Position als Bestandteil einer für das spätere (im Fall von GPS-Geräten durch eine Navigationsfunktion gestützte) Nachverfolgen vorgesehenen Route.

Viele Karten-Programme beinhalten Funktionen zum manuell gesteuerten Generieren von Wegpunkten bzw. Routen. Über eine besonders bequeme Handhabung verfügen viele GPS-Logger, so auch das ”PocketGPS S1 / PG-S1”: Auf Tastendruck erfolgt ein Eintrag in die Tracklog-Datei. Einträge genau dieser Art berücksichtigt das gpx-Datei-Format (GPS Exchange Format). Allgemein angewendete Festlegungen für die Art der Einträge gibt es jedoch nicht, sondern sie sind meist, wie auch das Logformat selbst, herstellerspezifisch (Hersteller – des GPS-Chips, oft auch des GPS-Geräts). Somit ist der Anwender des GPS-Loggers auf eine darauf abgestimmte Auswerte-Software angewiesen, die dann zusammen mit dem Gerät zur Verfügung gestellt wird.

Die Art, in der der Wegpunkt in der Logdatei festgehalten ist, wird u. a. auch vom verfügbaren Speicherplatz bestimmt. Beim PG-S1 mit reichlich vorhandenem Speicherplatz werden die Tracklogs im NMEA-Format geschrieben. In Abwandlung der Gestalt der NMEA-Sentenzen wurde die komfortable Gestalt der folgenden WPRMC-Zeile gewählt (siehe auch), die jeweils als weitere Zeile an den NMEA-Datensatz der betreffenden Position angehängt wird (Kennung (”@” zur Unterscheidung gegenüber den NMEA-Zeilen mit der Kennung ”$”):

@WPRMC,151342.000,A,5055.2615,N,01344.9698,E,0.27,180.62,201011,,,A*6C

Die Bedienvorgänge beim ”PocketGPS S1 / PG-S1” gehen aus der Bedienanleitung von Cuu:B kaum hervor. Zwar gab es auf einer Cuu:B-Website ein Bild 1, das gut als Gedächtnisstütze geeignet war – allerdings lediglich für die Lap-Punkte.

Die nachfolgenden Zeilen sind zusammen mit der nebenstehenden Grafik ein Versuch, die Handhabung zum Festhalten von Wegpunkten während der Tour mit dem ”PocketGPS S1” zu erläutern.

Ausgangspunkt:
Logger im „Basic Mode“
   (falls erforderlich, mit dem MODE-Taster bis
   dort ”hindurchklicken”);
mit Drücken von ”OK” wechseln sich die Ansichten
   ”GPS Alti”(tude) und ”Elevation” (= relative
   barometrische Höhe) ab;
Drücken des Tasters ”LAP” in irgend einer
der beiden Ansichten:
   Innerhalb der nächsten Sekunde wird in die mit
   den Logeinstellungen gewählte Aufeinanderfolge
   der Datensätze zusätzlich ein mit einer
   WPRMC-Zeile ergänzter Datensatz eingefügt.
   (Voraussetzung: Loggerstatus ”3D-Fix”);
Überprüfung am Display:
   Der Waypoint-Zähler (in der ”Elevation”-
   Ansicht) ist um 1 erhöht.
 
 
 

Bedienhinweise
zum Setzen von Lap Markierungen


Vorbemerkung: ”Lap” bedeutet ”Runde” – bei Lap-Angaben handelt es sich eigentlich um Angaben, die den wiederholt durchlaufenen Anfang der Runde betreffen. In manchen Fällen wird dieser mittels speziell ausgelegter Auswertungs-Funktionen (vorzugsweise in Verbindung mit GPS-Sport-Uhren) automatisch aus den Logdaten gefunden. Auf Runden-Punkten dieser Art beruhend wird das Anzeigen automatisch erzeugter statistischer Auswertungen einzelner Runden möglich.

Wenn der Logger – wie das PG-S1 – über eine manuelle Eingabemöglichkeit verfügt, kann in vielen Anwendungsfällen gerne auf das automatische Finden der Rundenpunkte verzichtet werden. Im Unterschied zu den durch (automatische) Rundenpunkte definierten Weg- bzw. Trackabschnitten können so entlang einer Tour sogar manuell beliebig neue Trackabschnitte definiert werden, mit eigenen statistischen Auswertungen im Display des Loggers, während der Tour.

In der Logdatei hat die Lap-Markierung die Gestalt der oben wiedergegebenen LPRMC-Zeile. Zusammen mit einer darauf ausgelegten Auswerte-Software werden so nachträgliche abschnittweise Auswertungen der Touren ermöglicht.

Nachstehend folgt, unterstützt durch eine Grafik, eine knappe Übersicht zur Handhabung des Setzens von Lap-Markierungen.

Ausgangspunkt:
   Logger im „Exercise Mode“ (falls erforderlich, mit
   dem MODE-Taster bis dort ”hindurchklicken”);
mit Drücken von ”OK” wechseln sich die
   vier Ansichten zyklisch ab;
Drücken des Tasters “LAP” in einer der
vier Ansichten:
   Innerhalb der nächsten Sekunde wird in die
   Logdatei ein mit einer LPRMC-Zeile ergänzter
   Datensatz aufgenommen. (Voraussetzung:
   Loggerstatus ”3D-Fix”);
Überprüfung am Display:
   Der Lap-Zähler ist um 1 erhöht.
 

Anmerkungen


1 Der Webauftritt von Cuu:B ist seit Frühjahr 2014 nicht mehr erreichbar.


Klaus Dannowski – Klaus‘ GPS-Ecke
3O.O1.2O12